Die Lipperlandhalle ist für die Handball-WM 2019 nicht geeignet

Jörg Hagemann

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Fanliebling 2007: WM-Maskottchen Hanniball. - © Archivfoto: Jörg Hagemann
Fanliebling 2007: WM-Maskottchen Hanniball. (© Archivfoto: Jörg Hagemann)

Lemgo. 2007 war die Lipperlandhalle noch einer von zwölf WM-Standorten. Zwölf Jahre später, bei der gemeinsam von Dänemark und Deutschland ausgerichteten Handball-Weltmeisterschaft 2019, ist Lemgo außen vor.

Das steht bereits zu Beginn der gerade angelaufenen Bewerbungsphase fest. Vor neun Jahren waren in der Lipperlandhalle neun Spiele des erstmals ausgerichteten Presidentscup ausgetragen worden. Doch die sogenannte „Trostrunde" fällt in drei Jahren in den Hoheitsbereich der Dänen. Zudem ist die Spielstätte an der Bunsenstraße schon allein aufgrund ihres Fassungsvermögens keine Option. Der DHB plant bei der deutsch-dänischen WM ohnehin nur mit drei bis vier Spielorten und setzt eine Zuschauerkapazität von mindestens 9000 Zuschauern voraus. Von den regelmäßigen Heimspielstätten der 18 Bundesligaklubs kämen hierfür nur die Arenen in Kiel (10.285), Mannheim (13.200) und Berlin (10.000) in Frage. Auch Nürnberg (8.308), Magdeburg (7.782), Stuttgart (8.500) oder Leipzig (6.327) bleiben unter der Grenze.

Der DHB hat insgesamt 13 Arenen im Fokus, die er aber nicht öffentlich benennen will. Doch es ist davon auszugehen, dass neben der Lanxess-Arena in Köln (20.000), der Barclaycard-Arena in Hamburg (13.200), der Mercedes-Benz-Arena in Berlin (14.500), der Olympiahalle in München (12.463) und der Dortmunder Westfalenhalle (12.000) auch die Fußball-Stadien in Gelsenkirchen und Frankfurt als Alternativen gehandelt werden.

Seinen Hut in den Ring für 2019 wird auch das Gerry-Weber-Stadion (10.500) werfen. „Wir sind vom DHB angeschrieben worden. Generalsekretär Mark Schober hat sich während der Gerry-Weber-Open selbst ein Bild von den Möglichkeiten mit Stadion, Saluto und Hotel gemacht und war angetan", berichtet Pressesprecher Frank Hofen. Bis zum 15. November werde sich Halle offiziell „um ein größeres Tool in der Bewerbung, sprich deutsche Mannschaft oder Hauptrunde, bewerben". Erst jüngst wurde das stationäre Dach des Gerry-Weber-Stadions für 2,5 Millionen Euro saniert.

Ein Bundesligaspiel des TBV Lemgo in Halle ist aktuell nicht geplant. „Angesichts der Tabellensituation ist es sinnvoller, dass sich der TBV zuhause in Lemgo die nötige Rückendeckung holt, statt in Halle, wo ihn automatisch weniger Emotionen begleiten, weil auf der Tribüne nicht nur eingefleischte TBV-Zuschauer sitzen sondern ein klassisches Handballpublikum", sagt Frank Hofen.

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