Fußball: Arminia Bielefeld und 1. FC Magdeburg trennen sich mit einem 1:1 im Braker Walkenfeld
1200 Zuschauer: Fußball-Zweitligist DSC Arminia Bielefeld lockte gestern viele Fans ins Stadion am Walkenfeld in Lemgo-Brake. Mit 1:1 trennten sich im Test die Leinenstädter vom 1. FC Magdeburg.
Lemgo-Brake. Nicht ganz so warm wie beim 7:0 gegen den TuS Leopoldshöhe vor wenigen Wochen war es in Brake. Dafür strömte eine immense Zahl von Besuchern in die Arena. 1000 Zuschauer hatten sich die Organisatoren um Stefan "Boris" Pieper gewünscht. Und es kamen gleich 200 mehr. Pieper selbst sah wohl keine Minute der Partie, musste er doch entweder Wasser schleppen oder für Nachwuchs im Bratwürstchen-Bereich sorgen und viel Fragen seiner zahlreichen Mithelfer beantworten.
Richtig zu tun hatte auch der DSC Arminia Bielefeld, der gegenüber der Leopoldshöher Partie durchaus gefestigter im spielerischen Bereich auftrumpfte und vor allem mehr läuferische Akzente setzte. Ob die von Christian Ziege gebrachte Zweierspitze mit Neuville und dem von St. Pauli nicht weiterverpflichtete Sako (kann ablösefrei auf die Alm wechseln) zu Höherem berufen ist, ließ sich nach den Eindrücken der ersten Halbzeit nicht unbedingt beurteilen. Nach dem Wechsel sorgte Sako mit einigen Kabinettstückchen für Gefallen und deutete an, dass er die erhoffte Verstärkung sein kann. Etwas mehr Engagement bei langen Bällen, die mit zwei, drei schnellen Schritten hätten erlaufen werden können, täte dem langen Angreifer sicher gut.
Noch kurz vor dem Pausentee entlud sich ein Gewitter über dem Walkenfeld und frischte die schwüle Luft erheblich auf. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte eine drückende Hitze über dem Feld gelastet, die allerdings weder die Ostwestfalen noch die Magdeburger hinderte, mit vollem Engagement zur Sache zu gehen. Im Gegenteil. Bei Arminia suchte der schnelle linke Angriffsspieler Guela immer wieder mit seinen Vorstößen für Gefahr und erhielt dabei verbale Unterstützung durch seinen hinter ihm spielenden Verteidiger Schuler. Über rechts lief nur wenig zusammen. Und der so veranlagte Studtrucker schien diesmal nicht ganz so frisch wie noch bei seinem beeindruckenden Gastspiel in Leopoldshöhe. Doch diese Schwäche lässt sich sicher noch ausmerzen. Diesen Eindruck hatte vermutlich auch der aus dem Nordseeurlaub zurückgekehrte Teammanager Dr. Jörg Weber.
Und wie sah es mit den Toren aus? Nun, die Geschichte der Treffer ist rasch erzählt. Magdeburg ging durch Deniz Wolf mit 1:0 (76.) in Front, ehe Bielefelds Orhan zum 1:1 (85.) ausglich.
Für Ziege fiel das Fazit positiv aus: "Wir haben uns spielerisch ansprechend verkauft und das Ineinandergreifen der einzelnen Mannschaftsteile hat geklappt. Zudem haben wir den Ball gut laufen lassen."
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