Blomberg. Die nächste Topmannschaft der Frauenhandball-Bundesliga gastiert am Sonntag, 19. Februar, ab 16 Uhr in der Sporthalle an der Ulmenallee. Nach Doublegewinner Thüringer HC kommt der Buxtehuder SV zur HSG Blomberg-Lippe. Die Lipperinnen wollen dabei an die Topleistung über 53 Minuten beim 27:31 gegen den THC anknüpfen.
Die taktische Maßnahme von HSG-Coach André Fuhr, lange Zeit mit einer 4:2-Deckung zu verteidigen, bereitete dem Deutschen Meister dabei große Probleme. Während Kim Berndt die Kreise von Nadja Nadgornaja erfolgreich einengte, blieb Caroline Thomas der Ex-Blombergerin Kerstin Wohlbold konsequent auf den Fersen.
Offensichtlich wurde dabei, dass die Kreisläuferin, die zunächst statt Noelle Frey auf der Bank gesessen hatte, die schnellste Spielerin im HSG-Kader ist. "Durch diese Variante wollten wir den Gegner überraschen und selber zu einfachen Toren kommen. Alle haben mitgearbeitet, das war gut. Aber diese Formation ist kein Allheilmittel, klappt nicht jede Woche", glaubt Fuhr. Speziell in der Anfangsphase gelangen Blomberg leichte Gegenstoßtreffer. Drei der ersten fünf Tore fielen so.
Vor dem Vergleich mit Buxtehude sieht sich der Blomberger Trainer wieder als "klarer Außenseiter". Der BSV stelle eine "homogene Mannschaft", die mit Krause im Tor sowie Klein, Melbeck, Techert und Bülau sowie Lamein am Kreis "richtig gut" besetzt sei. Das deutliche 23:18 des Teams von Trainer Dirk Leun gegen den HC Leipzig unter der Woche überraschte Fuhr nicht: "Leipzig hat große personelle Probleme. Mit einem BSV-Sieg hatte ich gerechnet, vielleicht nicht in der Deutlichkeit." Zwischenzeitlich hatte Buxtehude mit zehn Toren vorne gelegen.
Die verletzte Spielführerin Michaela Hofmann hofft, dass sich Kim Berndt und Karen Knutsdottir, die ihren Ausfall kompensieren sollen, "noch mehr zutrauen". Dadurch würde die erst 17-jährige Xenia Smits entlastet.
Linksaußen Franziska Müller erklärte die starke Leistung gegen Thüringen so: "Wir sind zu einem richtigen Team zusammengewachsen - auf und neben dem Feld. Ich glaube, das merken auch die Zuschauer." Auch am Sonntag sollen sie das Team wieder nach vorne treiben.(slu)
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