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22.02.2012
FUSSBALL-BEZIRKSLIGA
Marius und Michael Grundmann sprechen über den Post-SV Detmold
Die Brüder über ihren "Chaos-Klub"
VON SEBASTIAN LUCAS

Gehen durch dick und dünn | Foto: Lucas

Detmold. Rang 14 - bei Fußball-Bezirksligist Post-SV Detmold läuft‘s nicht. Die Brüder Michael (25) und Marius Grundmann (21) nehmen Stellung. 

Michael ist nun ins Post-Management eingestiegen. Das Duo spricht unter anderem über einen Abstieg und den "Chaos-Klub" Post-SV.

Müsste Post nicht unter den ersten Fünf rangieren?

Info
Persönlich


Michael Grundmann (25) ist seit einem guten Jahr mit Ninja (27) verheiratet, das Paar hat eine Tochter (Nayla, 1,5 Jahre). Er spielt Libero oder Stürmer und ist Außendienstmitarbeiter bei Linnenbecker in Bad Salzuflen. Wie sein Bruder stammt er aus der Jugend der SpVg. Heiligenkirchen, spielte aber auch für TBV Lemgo und Post.
Marius Grundmann (21) ist ebenfalls in festen Händen, wohnt seit zwei Jahren mit Katja (19) zusammen. Der Defensivsspieler macht eine Ausbildung als Automobil-Kaufmann bei Stegelmann.(slu)

Michael Grundmann: Ja, viele haben höher gespielt. Johann Felker, Tim Smithen, Christoph Rüschenpöhler und Alex Otte sind Top-Bezirksliga-Spieler.

Marius Grundmann: Ich sehe es genauso: Wir haben eine junge Truppe mit sehr viel Potenzial, auch privat verstehen wir uns bestens.

Warum habt ihr nur 14 Punkte aus 14 Spielen geholt?

Michael: Wir haben zu offensiv gedacht. Gegen Jerxen führten wir 2:0 und rannten weiter nach vorne. Am Ende stand ein 2:5. Zudem fehlt uns ein Knipser. Und wenn du einmal Sch. . . am Fuß hast, haste eben Sch. . . am Fuß.

Marius: Nicht nur gegen Jerxen haben wir ein Spiel weggeschenkt, auch beispielsweise gegen Lemgo.

Michael: Wir führten 2:1. . .

Marius: . . . und verloren 2:3, weil wir zu viel wollten. Nach dem 2:2 hätten wir einfach den Punkt sichern sollen.

Die Felkers, die Rüschenpöhlers, die Grundmänner. Geht‘s bei Post zu familiär zu?

Michael: Nein, aber Post ist ein spezieller, manchmal "chaotischer" Verein. Alles wird locker gesehen. Es kam schon vor, dass kein Betreuer zur Verfügung stand und der Trainer die Eckfahnen einsammeln musste. Bei Horn und Jerxen würde es das nicht geben.

Marius: Aber es handelt sich meist um Kleinigkeiten. Bälle fehlten noch nie.

Wollen Sie als stellvertretender Obmann hier den Hebel ansetzen, Michael?

Michael: Ich habe mich immer wieder beklagt, Sven Hackemack wurde in den vergangenen Jahren oft alleine gelassen. Ich bin Sven gleichgestellt, kümmere mich um neue Spieler. Frischen Wind will ich reinbringen, habe viele Ideen.

Zum Beispiel?

Michael: Mir schwebt vor, dass es am Freitag ein Abschlussspiel gibt, bei dem die Reservisten, ergänzt durch die besten Spieler der Zweiten, gegen die erste Elf antreten. Die Zweite spielt in der A-Liga, die Leistungsfähigkeit liegt nicht weit auseinander. Diese Überlegung ist derzeit nicht umsetzbar, weil der Kader zu dünn ist.

Michael ist erst 25. Zu jung, um Obmann zu sein, Marius?

Marius: Nein, mein Bruder hat schon immer Dinge angepackt, in Lemgo und Heiligenkirchen Erfahrungen gesammelt. Er steht mit beiden Beinen im Leben. Sein Ziel ist es bestimmt, mal Trainer zu sein.

Sehen Sie Marius auch so positiv, Michael?

Michael: Natürlich, wir gehen durch dick und dünn, auch wenn es mal Streit gibt. Marius ist sehr ehrgeizig, mit ihm bin ich auf dem Spielfeld vielleicht kritischer als mit anderen.

Ex-Trainer Thomas Hülsmann soll gesagt haben: einer vorne, einer hinten - nur so geht‘s mit den Grundmännern.

Marius: Er hat das gesagt, ja. Aber ich spiele gerne mit meinem Bruder zusammen. Seine Kritik bringt mich weiter.

Sie kennen beide "Hülse" aus Heiligenkirchener Zeiten bestens. War er ein Problem?

Michael: Nein. Wir sind sehr gut befreundet, "Hülse" hat Super-Arbeit geleistet. Aber es war ein Problem für ihn, wenn er nach viel Stress auf der Arbeit zum Training kam und ein 19-Jähriger eine große Klappe riskierte oder fünf Minuten vor dem Training absagte. Welten prallten dann aufeinander.

Marius: Die Belastung war für ihn einfach zu groß. Er sagt heute selber, dass er gar nicht weiß, wie er beides geschafft hat. Thomas hat auch noch Frau und zwei Kinder zuhause.

Was stimmt optimistisch für den Abstiegskampf?

Marius: Wir wollen den Schwung aus der Hallenrunde mitnehmen, waren bei allen Turnieren vorne dabei.

Michael: Die Führungsspieler . Felker, die Rüschenpöhlers, Smithen, Otte und ich - müssen Verantwortung übernehmen und die Jüngeren mitziehen. In der Hinserie waren wir zu sehr mit uns selber beschäftigt. Das wichtigste ist, dass wir den Abstiegskampf annehmen.

Was würde ein Abstieg bedeuten?

Marius: Er wäre bitter, aber es würde weiter gehen.

Michael: Es haben schon fast alle zugesagt. Stimmt. Trotzdem wäre er eine Katastrophe, weil wir keine neuen Spieler bekommen würden. Geld gibt es bei uns nicht.

Im nächsten Serienteil geht es um Victoria Burkhardt vom Frauenfußball-Bezirksligsten TSG Holzhausen-Sylbach.


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