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18.01.2012
LZ-CUP
Lüdenhauser blicken auf ihren Premieren-Gewinn zurück
"Grätschen sollte verboten werden"
SEBASTIAN LUCAS

Der Pokal und die LZ-Sonderseite vom 12. Januar 2004 | Foto: Lucas

Detmold. Die neunte Endrunde um den LZ-Cup steht am Sonntag in der Augustdorfer Witex-Halle an. Die Lüdenhauser Christian Arnold und Christian Schmidt siegten bei der Premiere des größten lippischen Turniers. 

Vor der Finalrunde mit erstmals zwölf Mannschaften kamen der ehemalige Kapitän Schmidt (47) und Trainer Arnold (41) ins Medien Centrum Giesdorf. Beide haben ihren Triumph bei den Hallenfußball-Meisterschaften 2003/04 noch vor Augen.

Was fällt Ihnen zur Endrunde 2004 als erstes ein?

Info
Persönlich


Christian Arnold (41) spielte früher mit Brakel in der dritten Liga (Oberliga). Nach Engagements beim TuS Eichholz-Remmighausen und FSV Pivitsheide kehrte er zum TuS Lüdenhausen zurück, liegt in seinem dritten Jahr mit dem Team auf dem zweiten Rang in der B-Liga. Arnold ist als Versicherungsfachmann tätig.

Christian Schmidt (47) kickte immer für den TuS Lüdenhausen, spielt heute noch bei den Altherren und arbeitet als Außendienstler. Erst mit 35 Jahren wurde er Bezirksliga-Kicker, als der TuS 1999 aufstieg. Mit 42 Jahren hörte Schmidt auf.(slu)

Christian Schmidt: Das Turnier war super organisiert, wir waren hochmotiviert. Von Spiel zu Spiel dachten wir und merkten schnell, dass wir eine große Chance haben, es zu gewinnen.

Christian Arnold: Wir hatten eine Mannschaft, die ihresgleichen sucht - heute noch. Mit Alexander Binder stellten wir den besten Spieler, mit Kai Gröchtenmeier den besten Torschützen und mit Esin Kocaaga den besten Torwart.

Moment, als stärkster Keeper wurde Frank Hahn, früher Jerxen, ausgezeichnet.

Arnold: Der Ausrichter konnte ja nicht nur Lüdenhauser ehren. Aber ich gebe zu: Auch Hahn hat gut gehalten.

Was zeichnete das Team aus?

Schmidt: Willensstärke - und der Zusammenhalt. Auch die Frauen mit den Kindern haben viel zusammen gemacht, gemeinsam waren wir beispielsweise auf Mallorca. Ein echtes Vorzeigeteam Lippes.

Die Zeiten haben sich geändert. . .

Arnold: Früher waren fast alle an die 30 Jahre. Die Jungs heute gehen in die Disco.

Können Sie sich noch ans Endspiel erinnern?

Arnold: Ja, klar. Wir haben Oerlinghausen geschlagen.

3:0. . .

Arnold: Genau, das Halbfinale gegen SSV Oesterholz war hingegen eine enge Kiste.

Schmidt: Immer, wenn Holm Hänsgen (heute Trainer des TuS Horn-Bad Meinberg, die Red.) reinkam, wurde es gefährlich. Aber wir ließen hinten wenig anbrennen.

Arnold: Mit Markus Frey, Schmidt und mir sowie Kocaaga im Tor standen wir gut. Und vorne hat Binder die ganze Halle auseinandergeschossen.

Was fehlt Binder heute?

Arnold: Ein paar Kilo weniger wären nicht schlecht, zudem hat ihm immer schon der letzte Biss gefehlt.

Auch draußen erlebte der TuS seine beste Zeit. Die Bezirksliga schloss er 2004 als Zweiter ab.

Arnold: Der Erfolgsgarant war die Abwehr, wir bekamen die wenigsten Gegentore. Als Spielertrainer - ich kam aus der Verbandsliga - lief ich zunächst hinter den Spitzen auf. Alle dachten, Christian ist da, jetzt läuft’s. Doch ich war kein Laufwunder. Ich zog mich immer weiter zurück - bis zum Libero. Mit den Manndeckern Holger Stock und Schmidt stand das Bollwerk. . .

Schmidt: . . . und Tore haben wir immer gemacht.

Wie verfolgen Sie heute den hiesigen Fußball, Herr Schmidt?

Schmidt: Aus der Ferne. Ich habe mich zurückgezogen. Meine Familie mit meiner 17-jährigen Tochter ist mir wichtiger.

Als TuS-Trainer sind Sie weiter mittendrin, Herr Arnold.

Arnold: Wenn wir in der Vorrunde das letzte Spiel gewinnen, kommen wir weiter. Die Zwischenrunde habe ich mir in Lage angeguckt. Das Niveau ist erheblich gesunken.

Inwiefern?

Arnold: Es wurde gebolzt und getreten. Früher waren sieben von zehn Spiele spannend, interessant. Heute: drei.
  Was würden Sie am Turnier ändern?

Arnold: Grätschen verbieten, sofort.

Schmidt: Ich würde einen Fairnesspokal ins Leben rufen.

Arnold: Gut finde ich, dass die Plätze neun bis zwölf ausgeschossen werden. Künftig würde ich über drei Vierer- statt vier Dreiergruppen nachdenken. Der beste Zweite sollte mit ins Halbfinale einziehen.

Würde die damalige Lüdenhauser Mannschaft heute noch vorne mitmischen?

Arnold: Ja, wenn wir das Alter abziehen (schmunzelt).

Schmidt: Davon bin ich 100-prozentig überzeugt.

Wer setzt sich die Krone auf?

Arnold: Ich erwarte RSV Barntrup, SC Bad Salzuflen, TBV Lemgo und SV Jerxen-Orbke vorne. Auch SuS Pivitsheide hat eine Super-Hallenmannschaft. RSV Hörste und VfL Hiddesen können die Großen ärgern.


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