Zu viele Fehlwürfe - TBV Lemgo verliert 27:32 in Leipzig

Jörg Hagemann

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Hatte einen schwerenStand: Jonathan Stenbäcken konnte sich gegen den Leipziger Benjamin Meschke nurselten so frei bewegen. 
- © Jörg Hagemann
Hatte einen schwerenStand: Jonathan Stenbäcken konnte sich gegen den Leipziger Benjamin Meschke nurselten so frei bewegen. (© Jörg Hagemann)

Leipzig. Eine gute erste Halbzeit reicht einfach nicht. Dank einer untauglichen Chancenverwertung hat Handball-Bundesligist TBV Lemgo mit dem 27:32 (12:15) beim SC DHfK Leipzig gestern saisonübergreifend die neunte Auswärtsniederlage in Folge kassiert.

Entsprechend zerknirscht stellte sich Rolf Hermann der Kritik. „Wir haben hinten eine ordentliche Abwehr gestellt, aber es nicht geschafft, hieraus die erste oder zweite Welle zu laufen. Das fehlte total. Über weite Strecken fand ich unser Spiel sechs gegen sechs nicht so schlecht, doch haben wir uns mit zunehmender Dauer aufgerieben und zu viele Bälle weggeworfen." Der TBV-Kapitän, der von der unheimlich beweglichen Leipziger Abwehr von Beginn an sehr offensiv bearbeitet wurde, fand selber nur schwer ins Spiel. Sein erstes Tor zum 9:10 war allerdings eine Besonderheit. Hermann erzielte es in doppelter Unterzahl.

Dafür haperte es beim TBV eklatant in Überzahl. Obwohl die Leipziger – wie auch der TBV – fünf Zeitstrafen kassierten, konnten die Lipper das personelle Plus zu keinem einzigen Treffer nutzen. Zudem ließ das erste Gegenstoßtor durch Patrick Zieker zum 19:23 bis zur 45. Minute auf sich warten. Markant war auch das „körperkulturelle Plus" auf der Torhüterposition.

Dabei bot der TBV den Sachsen in der ersten Hälfte durchaus den angekündigten Kampf auf Augenhöhe. Es waren Kleinigkeiten, die bis zur Pause für das leichte Plus des SC DHfK sorgten. Was auch Christian Prokop, der seinen Vertrag bis 2021 verlängerte, so sah. „Lemgo ist eine spielstarke Mannschaft, die super ins eins gegen eins geht und den Ball breit laufen lässt. Es ist schwer, da etwas rauszufiltern. Deshalb ist das für uns ein Big-Point, weil wir geduldig geblieben sind und sie irgendwann doch zu Fehlern gezwungen haben."

Florian Kehrmann erkannte den Leipziger Sieg an: „Wir haben zu viele Fehler gemacht und gute Chancen leichtfertig liegen gelassen. Anfangs hatten wir mit drei, vier Abprallern und abgefälschten Bällen, die ins Tor trudelten, etwas Pech. So konnten wir uns nicht absetzen und waren angewiesen auf ein gutes Sechs-gegen-Sechs-Spiel. Als uns kurz vor der Pause zwei einfache Fehler unterliefen und wir mit drei Toren in Rückstand gerieten, hat uns das Mut und Sicherheit gekostet."

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