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31.01.2012
TBV
TBV Lemgo – Dinamo Minsk 29:30
Lichtlein vermisst die mentale Frische
VON JÖRG HAGEMANN

Vergeblich gestreckt | Foto: Hagemann

Bünde.  Zu Füßen des Kletterfelsens in der Siegfried-Moning-Halle hat sich der TBV Lemgo mächtig abgekraxelt. Gereicht hat es nicht ganz. Dinamo Minsk gewann den Test mit 30:29 (14:14).

Traurig war Dirk Beuchler nicht. "Das Spiel hat sich gelohnt", nahm der TBV-Coach aus der von den Weißrussen intensiv geführten Partie wichtige Erkenntnisse mit. Offenkundig für die 450 Zuschauer war die Müdigkeit bei den drei Lemgoer EM-Fahrern, die fünf Tage nach dem bitteren Aus gegen Polen dosierte Spielanteile erhielten. Gemeinsam auf der Platte standen sie nur in den letzten 13 Minuten. "Die geistige Frische fehlt. Solch ein Turnier schlaucht mental ungemein. Mir fehlte heute der letzte Schuss Konzentration", gab Carsten Lichtlein nach dem Match offen zu. Nach dem "gestorbenen Traum von Olympia" habe er "die Schnauze voll von Handball" gehabt, meinte ,Lütti‘, der den Frust mit einem Wochenende in Berlin bekämpfte.

In der ersten Hälfte durfte der Nationalkeeper noch zuschauen, wie Nils Dresrüsse saubere Arbeit ablieferte (12 Paraden). Doch auch die Weißrussen zeigten sich ehrgeizig. Auffällig agierten besonders Pavel Atman und Linkshänder Siarhei Shylovich (beide 6/2). Und Nikulenkau traf sogar mit einem formvollendeten Knickfallwurf, wie man ihn in der Bundesliga kaum noch sieht.

Als gute Übung empfand Dirk Beuchler die über 60 Minuten praktizierte 5:1-Deckung von Dinamo Minsk: "Da hat man unsere Probleme gesehen, denn Minsk hat die 5:1 ganz anders interpretiert, als wir das in Deutschland gewohnt sind. Das ist halt russische Schule." Als Provokateur auf der Spitze fungierte der Ex-Melsunger Ivan Brouka, der nach dem 26:28 (55.) die entscheidenden Treffer zum 26:29 und 27:30 (57.) setzte. Der TBV kam noch einmal auf 29:30 heran und hatte 40 Sekunden vor Schluss die Chance zum Ausgleich.

Doch Manuel Liniger, dem die Folgen seiner Aduktorenzerrung noch anzumerken waren, rutschte aus und warf am Tor vorbei. Genauer hatte Beuchler jedoch auf die Abwehr geschaut. In der 5:1-Formation (Bechtloff vorgezogen) monierte der TBV-Coach Abstimmungsprobleme. "Und unserer 6:0 fehlte nachher die Aggressivität."

Kompakt
Lemgo – Minsk
29:30 (14:14)
Torstationen: 2:1, 3:4, 6:8, 8:9, 9:11, 13:11, 14:12, 14:14(Pausenstand); 17:16, 19:20, 21:23, 22:24, 26:26, 26:29 (55.), 27:30, 29:30.
TBV Lemgo: Dresrüsse (1.-30.), Lichtlein (31.-60.); Johansson, Preiß (4), Bechtloff (2), Patrail (4), Theuerkauf (4/1), Kehrmann (4), Strobel (3), Hermann (2), Liniger (4/2), Dietrich (1), Haenen (1).
Dinamo Minsk:Martinovic, Koshovy (31.-60.); Atman (6/2), Babichev, Brouka (4/2), Evdokimov (2), Kamarou, Kazhaneuski, Nedaliuka, Niazhura, Nikulenkau (1), Onufryienko (3), Pukhouski (5), Rutenka (3), Shylovich (6/2), Tsitou, Zianko.
Siebenmeter: 3/3:7/6 (Lichtlein hält gegen Atman).
Zeitstrafen: 2:4.
Schiedsrichter: Kropp/Siebert (Osnabrück) .
Zuschauer: 450.


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