Versmold. Beim Wiedersehen mit dem putzmunteren Publikumsliebling Ferdi Fuchs hat sich der TBV Lemgo ein Beispiel an seinem Ex-Maskottchen genommen. Das 35:29 über den Bergischen HC war erfrischend. Speziell die spritzige Leistung von Mait Patrail steigerte die Vorfreude auf das Bundesligamatch gegen die SG Flensburg-H. am Dienstag in der Lipperlandhalle.
Der Este war mit sieben blitzsauberen Treffern ein echter Aktivposten beim TBV und holte sich noch auf dem Spielfeld ein Lob vom Trainer ab. "Mait hat schön abgenommen, wirkt sehr agil und beweglich im 1:1-Spiel. Besonders freut mich, dass er endlich auch aufs Tor wirft. Am Spielverständnis mangelt es ihm ohnehin nicht", zeigte sich Dirk Beuchler von Patrail angetan.
Akzente vermochte auch Dominik Ebner zu setzen. Mit der Lemgoer A-Jugend hatte er zuvor 40 Minuten beim 38:20-Sieg über eine Versmolder U22-Auswahl mitgewirkt. Als Florian Kehrmann nach einem Konter zum 25:21 das Feld räumte (43.), war der 18-jährige Lagenser wieder taufrisch und erzielte drei Treffer, davon zwei sogar in Unterzahl. Mit Torhüter Matthias Ende bekam in der Schlussphase noch ein weiterer A-Junior Spielanteile.
In der ersten Hälfte lief das Lemgoer Spiel wie am Schnürchen. Den ersten von nur vier Fehlwürfen bis zur Pause gab es in der 24. Minute. Beuchlers Hauptaufgabe bei der Generalprobe aufs Flensburg-Spiel schien beim Blick auf die Uhr zu liegen. So wurden die Einsatzzeiten der Nationalspieler Strobel und Theuerkauf (fahren Samstag früh zusammen mit Lichtlein zum Allstar-Spiel nach Leipzig) auf jeweils 30 Minuten dosiert.
Wenngleich beim Bergischen HC mit Knudsen, Pekeler, Nippes, Reinarz, Moen, Klev und Hoße sieben Spieler fehlten, war Beuchler sehr zufrieden: "Jeder Spieler sollte sich Selbstvertrauen holen. Das hat geklappt. Egal, in welcher Formation wir gespielt haben. Mir hat das Zuschauen Spaß gemacht."
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