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15.02.2012
HANDBALL
Der Ex-Lübbecker Rolf Hermann fühlt sich beim TBV Lemgo sehr wohl

Wieder einsatzbereit | FOTO: JÖRG HAGEMANN

Lemgo (jh/pla). Der Mann hat nicht nur mächtige Muckis im Ärmel, sondern verfügt auch über ganz viel Gefühl in den Fingern. TBV-Torjäger Rolf Hermann als Keyboarder der Band "Music in Tension" passt perfekt in das neue Lemgoer Talk-Format "TBV Inside", mit dem sich der Bundesligist am Sonntagmorgen erstmals im Foyer der Lipperlandhalle präsentiert hat.

Vor 100 Premierenbesuchern arbeitete Moderator Jens Fillies mit DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier, TBV-Geschäftsführer Volker Zerbe, den Bielefelder Sportjournalisten Torsten Ziegler und Sebastian Bauer sowie den Nationalspielern Carsten Lichtlein, Martin Strobel und Christoph Theuerkauf die Handball-EM in Serbien auf. Als sich Theuerkauf nach einer Pause ausklinkte, um die Lemgoer A2-Jugend als Aushilfstrainer in Hörste zu coachen, rückte Dirk Beuchler in die illustre Runde.

Fillies eröffnete die an den Doppelpass-Stammtisch auf Sport1 angelehnte Diskussionsrunde mit der FAZ-Schlagzeile "Deutschland stirbt den Heldentod", worauf sich sogleich Hotti Bredemeier herausgefordert fühlte. "In Deutschland wird vieles leider nur noch schwarz oder weiß gesehen. Platz sieben spiegelt das Leistungsvermögen wider. Sportlich haben wir in Serbien einen Schritt nach vorne gemacht. Alles wäre nur halb so schlimm, wenn nicht Olympia in unseren Köpfen herumgeschwirrt wäre." Die heftige Heinevetter-Kritik an DHB-Präsident Ulrich Strombach federte Bredemeier ab: "Jetzt dem Präsidenten alles in die Schuhe zu schieben, ist dummes Zeug."

Einig war sich die Talk-Runde in Bredemeiers Einschätzung, dass "Martin Heuberger ein Gewinner der EM" ist. Der Bundestrainer habe vieles richtig gemacht, bestätigte auch Lichtlein: "Jeder Spieler hat sich topfit und super motiviert gefühlt."

Was auch auf Rolf Hermann und seine neue Band zutraf, die eigens für "TBV Inside" gegründet wurde. Mit Gitarrist Rüdiger Lusmöller (Stemwede) hat Hermann bereits in der Westernhagen-Cover-Band "Sexxy" gespielt. Und Sängerin Julia Stodenberg, eine Referendarin aus Löhne, hat Hermann während seiner Reha entdeckt.

"Dann kam die Anfrage von Fynn Holpert, und wir haben ein wenig geprobt", erzählt Hermann. Der ehemalige Spieler des TuS N-Lübbecke hatte einen Riesenspaß an der Veranstaltung.

Doch sein Fokus liegt in dieser Woche natürlich dem bevorstehenden Spiel des TBV Lemgo beim TuS N-Lübbecke. "Wir sind gut drauf, der Heimsieg gegen die SG Flensburg-Handewitt hat uns viel Selbstvertrauen gegeben", erzählt Hermann, der vor kurzem ein Haus in Minden bezogen hat. Persönlich fühlt er sich ebenfalls ausgezeichnet. Seit seiner schweren Schulterverletzung, die ihn im vergangenen Jahr zu einer mehrmonatigen Pause zwang, ist er wieder in ganz hervorragender Verfassung. "Da stand ja lange Zeit alles auf der Kippe, da hatte ich auch wirklich Angst, meine Karriere könne beendet sein. Ich bin heilfroh, wieder genesen zu sein", freut er sich.

Da sich der TBV Lemgo auch in der schweren Zeit, als Hermann zur Wirkungslosigkeit verurteilt war, sehr um ihn kümmerte, hat Rolf Hermann seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag bei den Lippern kürzlich um drei Jahre verlängert. "Ich fühle mich sehr wohl in Lemgo, unter Trainer Dirk Beuchler haben wir eine sehr gute Entwicklung genommen", listet der die Gründe für seine Vertragsverlängerung auf. Gespräche mit dem TuS N-Lübbecke habe es seinerzeit nur in "ganz lockerer Form" gegeben.

"Natürlich möchten wir den guten Lauf fortsetzen, doch das wird verdammt schwer", weiß Hermann, der den TuS N-Lübbecke als "ganz starke Mannschaft" bezeichnet. "Die Lübbecker haben ihr letztes Heimspiel gegen Hannover-Burgdorf verloren und wollen das bestimmt wieder gutmachen", rechnet Hermann mit einem engen Spiel auf Augenhöhe.


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