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29.12.2012
TBV AKTUELL
TBV-Beiratsvorsitzender Haverkamp benötigt noch 150.000 Euro für diese Saison
Interview: "Es wird weitergehen"

Spricht offen über die Probleme: Siegfried Haverkamp, Beiratschef des TBV Lemgo. | Foto: Hagemann

Lemgo. Mit 10:2 Punkten hat der Handball-Bundesligist TBV Lemgo im Dezember sportlich in die Spur zurückgefunden. Doch wie ist zum Jahreswechsel die wirtschaftliche Lage?

TBV-Beiratsvorsitzender Siegfried Haverkamp, der in wenigen Wochen seinen 71. Geburtstag feiert, erteilt Auskunft.

Ist Platz elf zur WM-Pause ein gutes oder ein schlechtes Ergebnis?

Siegfried Haverkamp:
Ich eigne mich nicht zum Schönreden. Doch viele Gründe, weshalb es teilweise nicht lief, liegen außerhalb des sportlichen Bereichs. Es macht jedoch keinen Sinn, die Ereignisse der Vergangenheit als Ursache unserer Probleme neu zu interpretieren.

Also kein Nachkarten gegenüber den ausgeschiedenen Geschäftsführern. . .

Haverkamp:
Sportliche Leistungen wachsen in einem unbelasteten Umfeld. Doch davon konnte durch die Personalprobleme in der Vereinsspitze nicht die Rede sein. Das größte Übel sind die daraus entstandenen finanziellen Folgen. Nach dem Platzen der Sponsorenverträge im Sommer und der Abwendung einer drohenden Insolvenz gab es keine ausreichende Anschlussfinanzierung. Trotz intensiver Bemühungen ist es uns nicht gelungen, in kürzester Zeit eine finanzielle Konsolidierung zu erreichen. Die verbliebenen Altlasten erwiesen sich als nachhaltiger, als zunächst angenommen.

Was heißt das konkret?

Haverkamp:
In Aussicht gestellte Werbeverträge ließen sich teilweise nicht realisieren. Bedauerlicherweise sind auch die Zuschauereinnahmen gegenüber dem Planansatz deutlich gesunken. Das alles führte zu einem neuerlichen Defizit in beträchtlicher Höhe.

Auf der Gesellschafterversammlung war von 400.000 bis 500.000 Euro die Rede, die über die Kommanditisten aufgefangen werden sollten. Wie ist die Resonanz?

Haverkamp:
Bis heute leider nur gering. Ich interpretiere die Zurückhaltung unserer Gesellschafter mit der Sorge, dass wir die Kurve nicht kriegen. Doch dank weiterer Sponsorenzuwendungen ist aktuell nur noch ein Restbetrag von 150.000 Euro offen. Ich hoffe, dass wir durch weitere Eigenkapitalzuflüsse aus der KG auch dieses Problem aus der Welt schaffen und der Lizenz-Erteilung durch die HBL im Frühjahr 2013 nichts mehr im Wege steht.

Abgesehen von Mittelmann Martin Strobel, der eine Option zieht und im Sommer zurück nach Balingen wechselt, herrscht hinsichtlich der Personalplanungen für die neue Saison bislang absolute Funkstille. Nach den Worten des Trainers hakt es an dieser Stelle.

Haverkamp:
Es hakt keineswegs. Der Zeitfaktor für endgültige Entscheidungen wird jedoch nicht nur durch uns allein bestimmt. Dennoch: Es wird weitergehen - im Rahmen unserer Möglichkeiten. Dabei dürfte inzwischen jedem klar sein, dass dieser Rahmen nicht dem entspricht, was man sich wünscht. Anpassungen werden notwendig sein, um vergleichbare Situationen, wie wir sie jetzt zweimal innerhalb kurzer Zeit erleben mussten, künftig zu vermeiden. Wir sind verpflichtet, aus unserem Budget das zu machen, was es hergibt, statt Verpflichtungen einzugehen, welche anschließend nicht erfüllt werden können und ich gezwungen bin, wieder an viele Türen zu klopfen.

Auch mit dem Trainer wurde noch nicht verlängert. Wie hoch ist das Risiko, dass Dirk Beuchler den TBV Lemgo verlässt?

Haverkamp:
Wir sind in guten Gesprächen mit weiteren Sponsoren. Leider kam Weihnachten zu plötzlich, um über ein endgültiges Ergebnis zu verfügen. Wir müssen uns bei der Kaderplanung, zu der auch der Trainer zählt, deshalb noch etwas gedulden. Das ist mit allen Beteiligten so abgesprochen - auch mit Dirk Beuchler. Von meiner Seite gibt es keinerlei Zweifel, dass wir ihn halten wollen - und zwar langfristig.

Ihre Wünsche für das neue Jahr?

Haverkamp:
Persönlich wünsche ich meiner Familie und mir Gesundheit. Aber auch ein wenig mehr Zeit für private Dinge, die zuletzt zu kurz gekommen sind. Beim TBV geht es darum, Nachhaltigkeit zu erzeugen. Wir müssen ein langfristiges Konzept umsetzen, in dem die Nachwuchsförderung Priorität besitzt.


Das Interview führte LZ-Redakteur Jörg Hagemann.


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Kommentare
Zum Kommentar von Herrn Blase fehlen mir die Worte. Vom konfusen Satzbau einmal abgesehen, sieht man hier erschreckend eine fehlende Objektivität.
Und bitte eins nicht vergessen: Herr Holpert wurde aus Flensburg gejagt und ist dann über Umwege zum TBV Lemgo zurückgekehrt.
Es ist nichts bewiesen, aber Herrn Zerbe die Alleinschuld zuzuschreiben, und nach Herrn Holpert zu rufen empfinde ich als eine bodenlose Frechheit, die es meines Wissens in der HBL in dieser Form noch nicht gegeben hat. Sogar in Kiel gibt es gegenüber Herrn Schwenker mehr Loyialität!

Und was hat die Offenbarung gebracht? Der Ruf ist vom Beirat ruiniert worden, die Staatsanwaltschaft ermittelt, hat aber auch kein Geld gefunden und das Konzept heißt , fehlt noch Geld, das war seit Jahren so, nur jetzt heißt die Parole, was war denn da im Frühjahr 2012 passiert, ist egal und zieht mit dem Hampelmann Geschäftsführer durch die Gegend, was ja bekanntlich seit China so erfolgreich ist. Den Zerbe sollte man aus der Stadt jagen und den Holpert wieder einstellen, damit der Club wieder eine Zukunft hat. Zumindest ein Konzept !

weiß nicht was das eine mit dem anderen zu tun hat??? Zebu jetzt wieder in der Halle zu sehen finde ich super, es ist doch nichts bewiesen oder? Schlimm würde ich es finden, wenn Menschen die jahrzehnte gut zusammen gearbeitet haben, plötzlich an einander vorbei gehen.
Das einzigste was die TBV- Verantwortlichen meinern Meinung nach schnell und zwar sehr schnell klären müssen, sind die Finanzen und ich denke da werden sich alle ranhalten soweit es in ihrer Macht steht. Alle die der TBV was bedeutet sollten zu den Spielen gehen, damit unser Verein und die Spieler den Rückenwind der Zuschauer mitnehmen kann auf die Platte und zu den Gesprächen mit Sponsoren.

Wie soll es mit dem TBV weitergehen?? Sehr befremdlich fand ich die Tatsache, dass Herr Zerbe mit Eddi Franke auf sport 1 beim dem letzten Minden Spiel auf der Tribüne einträchtig nebeneinander zu sehen waren. Dann kursiert das Gerücht, dass Daniel Stephan nach Lemgo zurückkommt?? Da dar fsich ja wohl keiner mehr wundern, dass bei dieser Wurschtelei die Zuschauerzahlen zurückgehen. Schade um diese junge ambitionierte Mannschaft und H. Beuchler hat etwas aus dieser jungen Mannschaft geformt. Hut ab wie bei dem Spiel gegen Göppingen zu sehen war.


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