Löhne. Unter speziellen Vorzeichen hat am Mittwochabend das Testspiel des TBV Lemgo gegen TuS N-Lübbecke gestanden. Beim 29:34 (17:15) der Lipper richteten sich die Blicke auf TBV-Trainer Dirk Beuchler.
Doch Beuchler ging mit der neuen Situation nach Bekanntwerden seines Ausscheidens zum Saisonende souverän um, begrüßte sein Nettelstedter Pendant Gennadij Chalepo kurz vor Beginn der Partie vor 700 Zuschauern in der ausverkauften Sporthalle des Löhner Gymnasiums freundschaftlich und dachte auch schon an die Zeit kurz nach dem Spiel.
Denn Beuchler holte noch in der Nacht persönlich den Neuzugang Alfredo Sorrentino vom Flughafen in Hannover an. "Er verbringt die erste Nacht bei Florian Kehrmann im Haus. Heute unterzieht sich Alfredo einem Medizin-Check bei Mannschaftsarzt Volker Broy und dann hoffe ich, dass er so schnell wie möglich die Spielberechtigung erhält", so Beuchler im Hinblick auf die Freitagbegegnung mit Emsdetten (19.30 Uhr) in der Salzufler Halle Aspe. Zudem steht heute an, für den Spanier eine möblierte Unterkunft zu finden, in der er zumindest die nächsten vier Monate verbringt.
Die Lemgoer Mannschaft selbst ließ sich von der bevorstehenden Änderung auf dem Chefposten an der Linie wenig anmerken, wirkte dem Anlass entsprechend engagiert. So auch Keeper Nils Dresrüsse, der in der ersten Halbzeit einen guten Job zwischen den Pfosten machte – und heute morgen mit seinem Linksaußen Patrick Zieker gen Leipzig fährt, um dort mit der B-Nationalmannschaft am Samstag, 2. Februar, gegen SC DHFK Leipzig das Vorspiel zum Saison-Kracher zwischen der DHB- und der HBL-Auswahl zu bestreiten. Gestern Abend tauchte auch erstmals wieder der am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankte Finn Lemke auf – allerdings eher als Begleitperson. "Der darf noch nicht einmal zur Schule", litt Beuchler mit seinem langen Rückraumspieler, der bis März außer Gefecht gesetzt ist.
Lemgo erzielte seine Tore durch Hermann (9, alle erste Halbzeit), Preiß, Strobel (je 4), Ritterbach (3/1),Niemeyer, Possehl, Höning (je 2), Zieker, Werner (holte sich die einzige Zeitstrafe der 60 Minuten ab), Dietrich (je 1).
Beuchler geht von Lemgo nach LübbeckeLemgo (jh). Paukenschlag in der Handball-Bundesliga. Der TBV Lemgo hat das Tauziehen um Dirk Beuchler verloren. Der 41-jährige Trainer, der 2011 vom Zweitligisten Post-SV Schwerin ins Lipperland wechselte, wird seinen auslaufenden Vertrag beim TBV nicht verlängern und sich im Sommer dem Ligarivalen TuS N-Lübbecke anschließen. Für den TBV Lemgo ist der Verlust Beuchlers in der aktuellen Konsolidierungsphase ein Rückschlag, war der Verbleib des Trainers doch stets als zentraler Baustein für den Neuaufbau angesehen worden. Ausschlaggebend waren dem TBV-Beiratsvorsitzenden Siegfried Haverkamp zufolge "die größeren Gestaltungsmöglichkeiten", die der TuS N-Lübbecke Beuchler bieten konnte.
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