Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck zu acht Monaten Haft verurteilt

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Verurteilt: Die bereits mehrfach wegen Volksverhetzung vorbestrafte Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck im Detmolder Amtsgericht. - © Bernhard Preuß
Verurteilt: Die bereits mehrfach wegen Volksverhetzung vorbestrafte Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck im Detmolder Amtsgericht. (© Bernhard Preuß)

Detmold/Vlotho. Das Amtsgericht Detmold hat die bereits mehrfach vorbestrafte Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck am Freitagvormittag wegen Volksverhetzung zu acht Monaten Haft verurteilt. Weil die 87-Jährige aus Vlotho wegen Leugnung des Massenmords an Juden verurteilt worden war, setzte das Gericht die Haftstrafe nicht zur Bewährung aus.

Haverbeck fehle «jegliche Einsicht», sie habe im Gerichtssaal erneut strafbare Äußerungen gemacht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Rechtsextremistin kündigte an, Berufung einlegen zu wollen.

Haverbeck soll in einem Brief an den Detmolder Bürgermeister Rainer Heller behauptet haben, dass Auschwitz kein Vernichtungslager, sondern ein reines Arbeitslager gewesen sei. Hintergrund für Haverbecks Brief war das Verfahren gegen den früheren SS-Wachmann Reinhold Hanning, der am 17. Juni vom Landgericht Detmold wegen Beihilfe zum Mord in mindestens 170.000 Fällen zu fünf Jahren Haft verurteilt worden war. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Beim Auftakt des Detmolder Auschwitz-Prozesses war es im Februar zu einem Tumult gekommen, als die Holocaust-Leugnerin versuchte, in die Verhandlung zu gelangen.

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