Lippe hautnah in Diestelbruch - Das bewegt die Menschen im Ort

Torben Gocke

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Lippe hautnah in Diestelbruch. - © Torben Gocke
Lippe hautnah in Diestelbruch. (© Torben Gocke)

Detmold-Diestelbruch. Diestelbruch wird von seinen Einwohnern nicht zuletzt aufgrund seiner geografischen Lage sehr geschätzt. Denn der 2281 Einwohner zählende Ortsteil ist nicht nur gut an die Kernstadt Detmold angebunden, sondern kann auch mit einer malerischen Umgebung punkten. Privilegien, die von den Bürgern Diestelbruchs beim Besuch von Lippischer Landes-Zeitung und Radio Lippe selbstbewusst präsentiert wurden.

Als sich Moderatorin Julia Ures die Vorzüge des Dorfes erklären ließ, wurde der Leistruper Wald besonders häufig genannt. Naherholung, das wurde schnell deutlich, ist hier eine Selbstverständlichkeit. Im Leistruper Wald selbst liegen weitere Sehenswürdigkeiten und Orte verborgen, die einen Besuch wert seien. Lange suchen müssten Auswärtige nicht, denn alles sei ordentlich ausgeschildert.

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„Wir haben hier Bienen- und einen Waldlehr- und Erlebnispfad", erklärte Gerhard Hansmeier. Das zu gehören mehrere im Wald gelegene Info-Stationen mit unterschiedlich gestalteten Holzkonstruktionen, die sich insbesondere an Kinder richten. Diese können unterschiedliche Facetten des Waldes kennen lernen. Neben Möglichkeiten zum Ausprobieren und Erforschen vermitteln Infotafeln und Schilder Wissen rund um Fauna und Flora.

Darüber hinaus bietet der Leistruper Wald historische Orte wie ein Steinhügelgrab, eine Ruhestätte aus der Bronzezeit oder die Opfersteine. Dazu gibt es Aussichtspunkte. „Wer die richtigen Stellen kennt, der kann wunderbar über den gesamten Ort blicken", schürte Gerhard Hansmeier die Neugierde, eigene Eindrücke vom Ort zu gewinnen.

Im Ort selbst haben unter anderem die Sportler ein großes Pfund, mit dem sie wuchern können: den modernen Kunstrasenplatz. Im Jahr 2016 verschwand die Asche vom Gelände, nachdem die Dorfbewohner immerhin 30.000 Euro aus eigener Tasche für den Umbau gestiftet hatten.

„Zwischen dem Heute und dem Früher liegen wirklich Welten", fasste es Cartsen Schmidt, der Vorsitzende des SV Diestelbruch-Mosebeck, beim „Lippe hautnah"-Gespräch mit Julia Ures zusammen. „Wer einmal darauf gespielt hat, der will nirgends anders mehr drauf." Darüber hinaus habe die Sanierung die Jugendarbeit im Verein sehr vorangebracht, denn seit der neue Belag liege, seien etliche Nachwuchssportler in den Verein eingetreten.

Bei der Frage danach, was den Diestelbruchern an ihrem Ort nicht so gut gefällt musste Moderatorin Julia Ures erst einmal etwas nachbohren, ein Aspekt tauchte aber häufiger auf: Es gibt keinen Arzt mehr im Ort, was viele Menschen stört. Der Weg in die Stadt sei gerade für Ältere eine Schwierigkeit.

Der Wunsch also, eine Praxis für Allgemeinmedizin ins Dorf zu bekommen, einte viele der Versammelten. Weitere Punkte waren unter anderem die Sorge um den Lebensmittelmarkt, dessen Existenz laut einer Flyeraktion im vergangenen Jahr auf der Kippe stand, die Belastung durch den Durchgangsverkehr und der Wunsch nach einer eigenen Kita im Ort.

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