Ortsbürgermeister schlägt Verkehrsspiegel in Rischenau vor

Guntmar Wolff

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Hier gibt es Kritik: Die Bürger beschweren sich über die ihrer Ansicht nach zu hohen Geschwindigkeiten im Kreuzungsbereich von Haupt- und Poststraße in Rischenau. - © Guntmar Wolff
Hier gibt es Kritik: Die Bürger beschweren sich über die ihrer Ansicht nach zu hohen Geschwindigkeiten im Kreuzungsbereich von Haupt- und Poststraße in Rischenau. (© Guntmar Wolff)

Lügde-Rischenau. Viele Rischenauer fühlen sich in ihrem Ort wohl. Das ändert aber nichts daran, dass sie sich über den Straßenverkehr ärgern. Deutliche Kritik gab es dazu während der Veranstaltung „Lippe hautnah" von LZ und Radio Lippe. Speziell geht es um die Situation im Kurven- und Kreuzungsbereich der Haupt- und Poststraße.

„Dort wird viel zu schnell gefahren", erklärt Ortsbürgermeister Dieter Diekmeier gegenüber der LZ. Ähnlich verhält es sich am Ortseingang aus Richtung Schwalenberg. Diekmeier selbst hat zwar im Augenblick keine Lösung parat. „Vielleicht würde es aber helfen, wenn hier wieder häufiger die Geschwindigkeit kontrolliert wird", hofft Diekmeier.

Der Bezirksbeamte Reinhold Hartmann kennt die Situation in der Rischenauer Ortsmitte und erklärt: „Die Ecke Post-/Hauptstraße stellt zwar keinen Unfallschwerpunkt dar, trotzdem sind wir im Rahmen unserer Möglichkeiten vor Ort, um dort die Geschwindigkeit zu kontrollieren", erklärt Hartmann. Und auch der Kreis Lippe steht nach Angaben der Abteilung Verkehrsüberwachung einmal im Monat mit einem Blitzer an der Kreuzung.

Das Ergebnis? „Vor kurzem haben wir in zwei Stunden 18 Verstöße festgestellt", erklärt Artur Hildebrandt, Mitarbeiter des Kreisordnungsamtes.

Auch in der Verwaltung in Lügde ist das Problem bekannt. Manfred Engel, kommissarischer Leiter vom Fachbereich Ordnung, unterstützt die Ansicht von Reinhold Hartmann: „Ich sehe es auch eher so, dass die Kreuzung keinen Unfallschwerpunkt darstellt."

Sven Johanning, Sprecher des Landesbetriebes Straßen.NRW, erläutert, dass der Kreis Lippe den ersten Schritt gehen müsse, falls dort eine Tempo-30-Zone errichtet werden solle. Diesem Begehren stünden allerdings einige Hürden im Weg, weiß Astrid Lehre, Fachgebietsleiterin Straßenverkehr beim Kreis Lippe.

„Es muss nicht nur der Verkehrsfluss gewährleistet sein, sondern die subjektive Bewertung der Bewohner, dass zu schnell gefahren wird, muss durch uns auch erst objektiv bewiesen werden."

Die Geschwindigkeitsübertretungen an der Kreuzung sind laut Diekmeier jedoch auch aus einem anderen Grund gefährlich. „Diejenigen, die vom Dorfgemeinschaftshaus aus auf die Hauptstraße fahren wollen, leben gefährlich.". Da man die Straße nicht richtig einsehen könne, müsse man auf gut Glück aus der Einfahrt rausfahren und hoffen, dass nichts passiere.

Diekmeiers Vorschlag: ein Verkehrsspiegel. So einen habe es zwar schon einmal gegeben, aufgrund von Haftungsfragen sei dieser nach kurzer Zeit aber wieder abgebaut worden. Seine Hoffnung: „Vielleicht kann man ja noch einmal einen Anlauf starten und etwas in die Wege leiten."

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