Pilates-Training mit dem VfL Hiddesen

Cordula Gröne

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Das Pilates-Tuch begleitet durch alle Übungen. - © Bernhard Preuß
Das Pilates-Tuch begleitet durch alle Übungen. (© Bernhard Preuß)

Detmold-Hiddesen. Bewundernd schaue ich auf den Waschbrettbauch von Maria Buschmann – da steckt viel Muskelaufbau dahinter. Den hat sich die Sporttrainerin aus Horn-Bad Meinberg auch beim Pilates erarbeitet. Es ist ein systematisches Ganzkörpertraining zur Kräftigung insbesondere der Beckenboden-, Bauch- und Rückenmuskulatur. Von entscheidender Bedeutung ist die Atmung.

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Es ist Donnerstagabend, 18.30 Uhr. Gut ein Dutzend Frauen von jung bis älter trudeln in die kleine Halle ein und schnappen sich eine Gymnastikmatte. Mit dem Einsatz flotter Musik beginnt das Aufwärmen mit Gehen auf der Stelle.

Auf der Matte kommt jetzt das lange, rote Tuch zum Einsatz, das Maria Buschmann ausgegeben hat. In den vier offenen Fächern finden mal die Hände und mal die Füße Halt. In der Bauchlage müssen die Beine angehoben oder in der Rückenlage die Arme gestreckt werden – und das ist durchaus anstrengend. Die 57-Jährige weist bei jeder Übung auf das Ein- und Ausatmen hin. Wer möchte, kann kurz Pause machen, aber die meisten versuchen durchzuhalten. „Vibriere ich hier allein?“, fragte eine der Teilnehmerinnen. „Nein“ geben die anderen zu.

Maria Buschmann erinnert an die Bauchspannung. „Denkt dran, den Bauchnabel von der Matte weg. Da geht noch was.“ Ich kriege das Ausatmen beim Anziehen der Arme und Beine nicht hin, mache es genau umgekehrt. Die Übungsleiterin beruhigt mich später. Das ginge einigen anderen genauso, und auch die Pilates-Trainer hielten es unterschiedlich. Nach einer knappen Stunde ist Entspannung angesagt. Das Licht geht aus – und immer noch achten wir auf Bauch und Becken, die dürfen jetzt schwer werden und entspannen.

Teilnehmerin Stefanie Budde bringt ihre Erfahrungen mit Pilates auf den Punkt: „Nach einer Stunde bin ich wieder gut sortiert, mir geht’s super. Und es macht auch Spaß.“ Außerdem hat sie als nachhaltigen Effekt festgestellt, dass sie selbst am Büroschreibtisch immer mal wieder ihre Haltung korrigiert und sich ihre Körperwahrnehmung verbessert hat.

Eine feste Körpermitte und einen starken Beckenboden nennt Maria Buschmann als Ziele des Trainings – übrigens auch für Männer. „Weil wir alle den Bauch vorschieben, haben wir ein Hohlkreuz“, macht sie auf Rückenprobleme aufmerksam, die auch mit Pilates angegangen werden können. Die tiefe Atmung in den unteren Brustkorb hinein ist deshalb ein Bestandteil des Trainings. Bei den Pilates-Übungen muss man sich konzentrieren, und das entspannt auch den Geist – so meine Wahrnehmung. Bewundernd blicke ich am Schluss noch einmal auf die Körpermitte von Maria Buschmann und auf meine. Da ist wohl noch einiges zu tun.

Fitnesstipp: Training der unteren Bauchmuskeln

Weg mit dem „Rettungsring“. Anna Muer macht es vor: heute Beinsenken. Die Übung beginnt in Rückenlage, die Beine gestreckt nach vorne und die Hände werden hinter den Kopf geführt. Nun den Oberkörper und beide Beine anheben. Jetzt den rechten Fuß über den linken Oberschenkel legen. Anschließend wird das linke Bein langsam nach oben geführt und wieder abgesenkt. Nach 20 Wiederholungen wird gewechselt.

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