Besuch beim Minigolf-Club: Die perfekte Runde ist unwahrscheinlich

Im Bad Salzufler Club trainieren die 50 Mitglieder wöchentlich auf der Anlage an der Loose

Tanja Watermann

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Ein Sport für alle Generationen: Der Minigolf-Club Bad Salzuflen, gegründet im Jahr 1956, gehört zu den ältesten Vereinen weltweit. Es ist ein ausgemachter Teamsport, denn Tipps und Kniffe der einzelnen Bahnen werden auch auf Turnieren mit der Konkurrenz geteilt. Hier schlägt Dominik Jacobi (28, im Hintergrund) ab. - © Tanja Watermann
Ein Sport für alle Generationen: Der Minigolf-Club Bad Salzuflen, gegründet im Jahr 1956, gehört zu den ältesten Vereinen weltweit. Es ist ein ausgemachter Teamsport, denn Tipps und Kniffe der einzelnen Bahnen werden auch auf Turnieren mit der Konkurrenz geteilt. Hier schlägt Dominik Jacobi (28, im Hintergrund) ab. (© Tanja Watermann)

Bad Salzuflen. Minigolf ist eine Sportart, mit der man oft schon im frühen Kindesalter in Kontakt kommt. Eine Radtour mit der Familie zur Anlage, eine Runde spielen, das gehört zur gelungenen Freizeitgestaltung dazu. Wer Minigolf jedoch als reinen Spaß abtut, bei dem es vor allem auf das richtige Quäntchen Glück ankommt, ist auf dem Holzweg.

Im Minigolf-Club Bad Salzuflen trainieren die 50 Mitglieder wöchentlich auf der wunderschön angelegten Anlage an der Loose. Auch im Sommer kann man hier auf dem 1966 gebauten Platz entspannt unter den hohen Eichen im Schatten spielen. Das Ziel eines jeden Spielers ist es, die 18 Bahnen mit möglichst wenigen Schlägen zu absolvieren.

Ein „Ass" bezeichnet dabei das Versenken des Balls im Loch mit nur einem Schlag, was im Training deutlich häufiger passiert als im Wettkampf. Die Bahnen sind deutschlandweit genormt – bei Bahn 8, auch als „Pudding" bekannt, liegt das Loch höher, so dass der Ball einen kleinen Krater hinaufgeschossen werden muss, in dem das Loch versenkt ist.

Während Golfer eine ganze Armada an Schlägern schleppen, sind die Minigolfer mit kleinen Taschen unterwegs, in denen sich bunte Minigolfbälle befinden. „Wir wechseln an jeder Bahn die Bälle, die je nach Härtegrad, Gewicht und Oberflächenbeschaffenheit andere Rolleigenschaften und Sprunghöhen haben", erklärt Frank Jacobi (51), der selbst seit 37 Jahren an der Loose spielt und trotzdem bei jedem Training neue Herausforderungen findet.

Als er seine Tasche öffnet, sind mehr als 30 bunte Bälle zu sehen. Drei von ihnen lässt er nacheinander auf den Asphalt fallen. Den ersten Aufprall hört man fast gar nicht, dafür springt der Ball wie ein Flummi zurück in die Luft. Der zweite Ball landet mit einem „Pfump" auf den Boden und bleibt liegen, während der dritte nach der 
Landung noch ein paar Meter rollt.

Die Bälle sind ein entscheidender Erfolgsfaktor. Daneben müssen aber auch die eigene Tagesform, der Trainingsstand, das Wetter und die Bahnbeschaffenheit stimmen. „Zu jeder Anlage gibt es Bahnpläne, die aufzeigen, ob man besser direkt oder über die Bande spielt und welcher Ball den größten Erfolg dafür verspricht", sagt das Vorstandmitglied des MGC Bad Salzuflen, der sich auch federführend um die Bahnen kümmert und diese kennt wie kein anderer.

Die 18 Bahnen fordern die Spieler in Form eines Weitschlags, Schanzen, Rundungen, Hindernissen, Doppelbögen und versetzten Geraden, sowie Trichtern. Früher wurde eher traditionell, also „direkt durch die Mitte" gespielt, was bei den meisten Bahnen möglich ist. Da nicht nur geübte Spieler bei kürzeren Anspielen treffsicherer sind, spielen heutzutage viele über die Bande und nutzen so den optimalen Weg über einen Winkel ins Loch. „Es macht großen Spaß", sagt Frank Jacobi. Der Platz ist übrigens auch für Freizeitsportler geöffnet und durch die schattigen Bäume ein tolles Ausflugsziel in der Sommerferien.

Infos über den Verein unter www.mgc-bad-salzuflen.de.

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