Spielerinnen des TuS Asemissen schwören auf Korbball

Mischung aus Basket- und Handball wird vornehmlich von Frauen und Mädchen gespielt

Tanja Watermann

  • 0
Das Training des TuS Asemissen ist temporeich. Beim Korbball wird auf einen stehenden Korb in 2,50 Metern Höhe geworfen. Für die Jugendlichen ist es toll, sich in einer Sportart zu engagieren, die nicht jeder betreibt. - © Foto: Watermann
Das Training des TuS Asemissen ist temporeich. Beim Korbball wird auf einen stehenden Korb in 2,50 Metern Höhe geworfen. Für die Jugendlichen ist es toll, sich in einer Sportart zu engagieren, die nicht jeder betreibt. (© Foto: Watermann)

Leopoldshöhe-Asemissen. Rasant geht es in der Sporthalle beim TuS Asemissen zu, als die zwei Mannschaften beim Korbballtraining gegeneinander spielen. Korbball ist ein Mannschaftsspiel mit einfachen Regeln, das gerne als ein „Zwischending" zwischen Basketball und Handball bezeichnet wird.

Zwei Körbe gibt es hier auch, die stehen jedoch frei im Spielfeld und können so von allen Seiten bespielt werden. Charlotte Loges (11) und Hannah Mayleen Möller (12) gehen in dem Sport, der überwiegend von Frauen und Mädchen gespielt wird, auf und kämpfen konzentriert um jeden Ball.

Links zum Thema
    Infos zum Korbball im TuS Asemissen gibt es hier.

Dass das Korbnetz auf nur 2,50 m Höhe hängt, hilft den Heranwachsenden. „Es macht sehr viel Spaß, und das Spiel ist unheimlich schnell. Man muss aufpassen, gut werfen können und kann nur bei guter Teamarbeit punkten", erklärt Charlotte. Die Spielregeln haben auch neue Mitglieder des Teams schnell im Griff.

Mit dem etwa 400 Gramm schweren Ball in der Hand darf man nicht mehr als drei Schritte laufen, außerdem gibt es eine dreisekündige Frist, innerhalb derer der Ball weitergegeben werden muss. Das Aufprellen darf im Gegensatz zum Basketball nur einmal erfolgen und erweitert den Radius um weitere drei Schritte.

Durch diese eng gefassten Regeln sind Alleingänge der jeweils vier Feldspielerinnen nicht möglich, und das Zusammenspiel und das Teamgefühl werden gefördert. Die Korbhüterin befindet sich als fünftes Teammitglied im drei Meter Radius um den Korb und bewacht diesen. Eine wohl einzigartige Einschränkung bei den Ballsportarten gibt vor, dass die Korbhüterin nicht über 1,76 Meter groß sein darf. Sprungwürfe auf den Korb sind erlaubt, allerdings darf die Korbhüterin dabei nicht gefährdet werden.

Video auf YouTube


In der Halle startet gerade ein Gegenangriff von Hannahs Team. Die Jugendlichen haben sich die langen Haare zu Zöpfen gebunden, damit sie bei rasanten Angriffen auf den gegnerischen Korb nicht behindert werden. Alle sind mit viel Spaß dabei und es wird viel gelacht. Für sie ist Korbball auch etwas Besonderes, da es nicht jeder spielt.

Trainerin Anke Höna-Kronshage achtet auf die Einhaltung der Regeln. „Korbball gilt als körperloses Spiel, und der Teamgedanke steht an erster Stelle", erläutert sie. Es werde kontaktärmer als Handball gespielt. Die Spielerinnen versuchen, die ballführende Spielerin mit hoch oder seitlich gereckten Armen zu blockieren. „In unserer Region ist Korbball noch gut vertreten", sagt die langjährige Trainerin und erwähnt die großen Erfolge des TuS Helpup, der 2011 mit der Jugendmannschaft und 2012 mit den Frauen den Deutschen Meister im Korbball stellte.

Seine Hochzeit erlebte der Korbball vor den Weltkriegen. Jetzt gibt es regionale Hochburgen, die über die Landesverbände in Bayern, Bremen, Mittelrhein, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Westfalen gesteuert und gefördert werden.

Information
LZ-Serie

Alle Serienteile gibt es hier.

Die Serie endet hier für dieses Jahr.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2017
Texte und Fotos von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

0 Kommentare
0 Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem gltigen LZ-Plus-Zugang mglich. Jetzt testen!