Frankfurt/Main - Das gespannte Warten auf Signale für die künftige US-Geldpolitik hat am Mittwoch für einen nervösen Handel an der Börse gesorgt.
Der Dax pendelte zwischen Gewinnen und Verlusten. Am frühen Nachmittag fiel der deutsche Leitindex um 0,09 Prozent auf 8222 Punkte. Der MDax stand prozentual unverändert bei 14 124 Punkten und der TecDax büßte 0,07 Prozent auf 958 Punkte ein. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone gab um 0,34 Prozent auf 2692 Punkte nach.
Insgesamt hielten sich die Anleger zurück, um von den Aussagen der US-Notenbank Fed nicht auf dem falschen Fuß erwischt zu werden, sagte ein Börsianer. Für eine gewisse Verunsicherung sorgten zudem Bedenken um China. Die Zentralbank des Landes will die Geldhäuser offenbar auf Entzug setzen. Die Institute würden keine weitere Liquidität erhalten, um ihnen eine Lektion in Sachen verantwortungsvoller Kreditvergabe zu erteilen, zitiert die Finanz-Nachrichtenagentur Market News International einen chinesischen Zentralbanker.
An der Dax-Spitze bauten die Papiere des Chipproduzenten Infineon ihr kräftiges Vortagsplus um weitere 1,64 Prozent aus. Für ThyssenKrupp-Titel ging es um 1,28 Prozent nach unten. Dem angeschlagenen Industriekonzern drohen dem "Manager-Magazin" zufolge weitere Belastungen aus dem erst vor wenigen Monaten verkauften Edelstahlgeschäft. Eine Sprecherin des Käufers Outokumpu bezeichnete den Artikel allerdings als "ziemlich spekulativ".
Kabel Deutschland stand angesichts eines sich abzeichnenden Übernahmekampfes um den deutschen Kabelnetzbetreiber erneut im Fokus. Nach einem Medienbericht über ein möglicherweise höheres Angebot durch Vodafone bauten die Anteilsscheine von Kabel Deutschland zuletzt hohen Kursgewinne um weitere 0,46 Prozent aus.
Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,25 Prozent am Vortag auf 1,26 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,02 Prozent auf 133,89 Punkte. Der Bund Future stieg um 0,25 Prozent auf 143,71 Punkte. Der Eurokurs legte zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihn auf 1,3406 (Dienstag: 1,3374) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7459 (0,7477) Euro.

