Nationalpark: FDP beantragt Planungsstopp

Partei kritisiert Verschwendung von 1,6 Millionen Euro

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Bielefeld (nw). Mit einem Antrag im Landtag forderte am Donnerstag die FDP den sofortigen Stopp aller weiteren Planungen in Sachen Nationalpark Teutoburger Wald/Eggegebirge. Trotz des Scheiterns der Planungen würden munter Steuergelder investiert, heißt es in einer Mitteilung der FDP in OWL.

"Es gibt ein Nationalparkbüro für einen nicht existenten und nicht realisierbaren Nationalpark. Bisher wurden rund 1,6 Millionen Euro auf Landesebene verschwendet. Von Geldern des Kreises Lippe und weiteren Stellen ganz zu schweigen", sagt Thorsten Baumgart von der FDP Schloß Holte-Stukenbrock.

Zur Not müsse die Ministerpräsidentin "endlich eingreifen" und "den Umweltminister an die kurze Leine nehmen", so Baumgart weiter. Die FDP werbe weiter für die militärische Nutzung der Senne. Erst dadurch sei sie zu dem geworden, was sie heute ist.

"Was die FDP behauptet und beantragt, ist völlig abwegig und hat allein den Ausverkauf unseres wertvollen Naturerbes im Sinn", sagt die lippische Landtagsabgeordnete Manuela Grochowiak-Schmieding (Grüne) zum Antrag der FDP. In OWL würden sich 76 Prozent der Bevölkerung für den Nationalpark aussprechen, in NRW seien es sogar 86 Prozent. "Die Senne muss möglichst schnell unter den besten Schutz gestellt werden, um einen Ausverkauf ein für alle Mal zu verhindern", so Grochowiak-Schmieding.

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