Bielefelderin bei Online-Wohnungssuche um 620 Euro betrogen

Polizei warnt vor krimineller Masche aus dem Ausland

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Bielefeld (nw). Die Polizei warnt vor einer Betrugsmasche im Zusammenhang mit Wohnungssuchen über das Internet. Opfer wurde jetzt eine Frau in Bielefeld.

Ausländische Täter versuchen laut den Ermittlern, durch Internet-Inserate von Wohnungen, die nicht zur Vermietung und nicht in deren Eigentum stehen, betrügerisch an Geld zu kommen.

Eine 22-jährige Bielefelderin stieß bei ihrer Wohnungssuche im Netz Ende Januar auf ein Inserat einer günstigen Wohnung an der Mühlenstraße.

Mit dem vermeintlichen Vermieter trat sie über E-Mail in Kontakt. Der Mann gab vor, Engländer zu sein und führte die Korrespondenz auf Englisch. Die junge Frau konnte sich auf der Internetseite Fotos der Wohnung ansehen und an der Adresse traf sie eine leer stehende Wohnung an.

Polizei rät zur Vorsicht

Mit dem angeblichen Vermieter kam sie daraufhin überein, die Kaution und eine Warmmiete per Vorkasse über einen Anbieter von weltweitem Bargeldtransfer zu übersenden. Die Übergabe von Schlüssel und Mietvertrag sollte postalisch abgewickelt werden.

Nachdem die Frau insgesamt 620 Euro ins Ausland transferiert hatte, brach der Kontakt zum vermeintlichen Vermieter ab. Daraufhin erstattete sie Strafanzeige bei der Polizei.

Diese bundesweit bekannte Betrugsmasche wird hauptsächlich von im Ausland befindlichen Tätern begangen. In Bielefeld wurden bislang nur wenige Fälle bekannt. Die Polizei rät zur Vorsicht bei Mietangeboten im Internet, bei denen der Anbieter aus dem Ausland stammt.

Insbesondere ist Vorsicht geboten, wenn es sich um besonders günstige Angebote handelt. Von Zahlungen per Vorkasse ins Ausland sollte grundsätzlich abgesehen werden.

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