"Volksfeststimmung" zu den Lopshorn Classics

Sebastian Lucas

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Lopshorn Classics - © Sebastian Lucas
Lopshorn Classics (© Sebastian Lucas)

Lage-Pottenhausen. Als sie mit „Collin" auch das letzte Hindernis ohne Fehler überquert hatte, strahlte Lena Biermann über das ganze Gesicht. Die Reiterin des RV Lippische Rose Oerlinghausen-Währentrup verpasste am Sonntagabend in Pottenhausen dennoch das Stechen im S*-Springen.

Bei den Lopshorn Classics kamen beim Höhepunkt der viertägigen Veranstaltungen acht Pferde mit weißer Weste durch den Parcours. Aber nur sechs durften bei der Siegerrunde beim Großen Preis der Firma Skyline Express mitmachen, der mit 2.000 Euro dotiert war. 850 Euro erhielt davon der Bürener Sebastian Holtgräve-Osthues. Mit drei Pferden hatte er sich fürs Stechen qualifiziert, mit „Lago Maggiore" setzte er sich schließlich vor „Carpigiana" durch. Mit „Taonie de la Roque" musste sich der Mann des Abends mit Rang sechs begnügen.

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Siebte Auflage kommt

Auch 2018 dürfen sich die Besucher auf die Lopshorn Classics freuen. „Natürlich machen wir weiter", sagte Merten Lehmann. Der Lopshorn-Vorsitzende: „Wir wollen langsam, aber stetig wachsen, den vierten Tag weiter ausbauen." Die ersten Sponsorenzusagen und weitere -anfragen gebe es bereits. Ein Video, in dem Lehmann zu Wort kommt, werde das Turnier beim Heinzelmännchen-Young-Riders-Cup in Paderborn, wo es eingespielt wird, noch bekannter machen.

Nur 24 der 41 gemeldeten Pferde waren in den Parcour gegangen. „Ein großes Problem, doch mit rund 70 Prozent ist bei diesem Turnier die Quote so hoch gewesen wie bei noch keinem anderen Turnier in diesem Jahr", sagte Josef Kassner aus der Meldestelle. Neben Lena Biermann probierten mit Wolfgang Balzereit (ebenfalls Währentrup) und Michael Kampmeier (Cherusker) zwei weitere Lipper ihr Glück in der letzten Prüfung. Balzereit und „Clicquote" verzichteten nach mehreren Fehlern und Problemen, „Constanze" unter Kampmeier erlaubte sich einen Flüchtigkeitsfehler. Schade für Ausrichter Lopshorn Lage und die Zuschauer, dass Lippes Ausnahmereiter Henrik Griese (Cerusker) bei den Westfälischen Meisterschaften in Steinhagen startete.

Die gute Laune von Turnierchef Merten Lehmann trübte das nicht: „Ich bin überwältigt von dieser Resonanz. Das Gesamtpaket ist absolut beeindruckend. Auf der Foodmeile kommen speziell die Burger aus Pottenhausen super an. Der Handwerkermarkt ist eine tolle Ergänzung. Hier herrscht Volksfeststimmung."

Beim Qualifikationsturnier zum Heinzelmännchen-Young-Riders-Amateur-Cup, der vom 7. bis 10. September in Paderborn stattfindet, belegte Cassandra Cöhring unter 52 Pferden (Höchstwert des Turniers) in der zweiten Abteilung den zweiten Platz. Die Lemgoerin brachte „Comic Blue" an den Start.

Wort zum Sport: "Ein Leuchtturm in Lippe"

von Sebastian Lucas

Zum sechsten Mal hatte der Reitverein Lopshorn Lage eingeladen, zum dritten Mal fanden die Lopshorn Classics in Pottenhausen statt. Die Vorteile dieses Standortes sind durch die Reinholdi-Kirmes bekannt: Das Gelände ist gut zu erreichen, auch Parkmöglichkeiten sind vorhanden.
Die optimalen Bedingungen haben sich unter den Reitern in Ostwestfalen-Lippe herumgesprochen. Das belegen 1.100 Nennungen und die Ausdehnung auf vier Turniertage.

Das Gesamtpaket ist ein Zuschauermagnet. Neben attraktivem Reitsport mit zwei S-Springen lockte der Handwerk- und Design-Markt am Samstag und Sonntag, so dass nicht zwingend die Pferde der Grund für einen Ausflug nach Pottenhausen sein mussten. Etwas Reinholdi-Flair kam durch das Versorgungsangebot, das keine Wünsche offen ließ, sogar auf.

Die „jungen Wilden" des RV Lopshorn Lage um Merten Lehmann und Katrin Hameier (Durchschnittsalter des 50-köpfigen Teams ist unter 40 Jahre) stecken viel Herzblut ins Turnier und wurden mit meist trockenem Wetter und zufriedenen Gästen belohnt. Das Turnier am Siekkrug ist ein Sportleuchtturm der Region. Ich bin gespannt, welche Neuerungen sich der Verein für 2018 einfallen lässt.

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