Diskussion: So könnte der LZ-Cup künftig noch besser laufen

Sebastian Lucas

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Bei der Endrunde gerieten der Jerxer Marco Olszewski und der Lügder Nils Nehrig aneinander. - © Paul Cohen
Bei der Endrunde gerieten der Jerxer Marco Olszewski und der Lügder Nils Nehrig aneinander. (© Paul Cohen)

Kreis Lippe. Zum 15. Mal haben die Lippischen Hallenfußball-Meisterschaften um den LZ-Cup in diesem Winter stattgefunden. Der FC Augustdorf setzte sich vor 3.700 begeisterten Besuchern im Endspiel gegen den RSV Barntrup durch. Die Lemgoer Lipperlandhalle war damit zum vierten Mal ein Zuschauermagnet. Doch „Stillstand ist Rückschritt" lautet das Motto der LZ-Marketing-Abteilung und -Sportredaktion.

Und auch Hallenmoderator Andreas Schlingmann glaubt: „Das Turnier kann noch besser werden." Bevor die Verantwortlichen des Hauptsponsors mit den Chefs der FuL-Kreise Detmold und Lemgo Weichen für die 16. Auflage stellen, baten wir Protagonisten aus der Fußballszene um Verbesserungsvorschläge.

Die besten Schiris aus beiden Kreisen, bitte! Das wünscht sich Dennis Wieder (23), Torwarttrainer des Lemgoer A-Ligisten SG Hörstmar/Lieme. Bisher leiten immer die Unparteiischen des jeweiligen FuL-Kreises, der die Endrunde ausrichtet, die Partien. 2018 waren das die Detmolder. Wieder: „Mir fehlte eine klare Linie." Mit „jeweils drei Unparteiischen" aus Lemgo und Detmold, „die sich vorher nochmal zusammensetzen", soll das Problem behoben werden.

Keine Frauenhalbfinals mehr in der Lipperlandhalle, bitte! Diesen Standpunkt vertritt Andreas Schlingmann (50), Vorsitzender des RSV Barntrup und schon zwölf Mal Endrundenmoderator: „Ich habe viele Gespräche geführt und erfuhr mit diesem Vorschlag nur Zustimmung. Nach der Vorrunde brauchen wir schnelle Entscheidungen, damit die Leute in der Halle bleiben."

Eine pickepackevolle Lipperlandhalle: In Lemgo haben die besten lippischen Teams zum dritten Mal in Reihe vor jeweils 3700 Besuchern ihren Champion ermittelt. - © Yvonne Glandien
Eine pickepackevolle Lipperlandhalle: In Lemgo haben die besten lippischen Teams zum dritten Mal in Reihe vor jeweils 3700 Besuchern ihren Champion ermittelt. (© Yvonne Glandien)


Das Finale der Frauen vor dem letzten Spiel der Männer tue „nicht weh", zwei weitere Partien hingegen schon: „Einige Zuschauer fahren dann nach Hause." 2018 sei die Stimmung beim Finale jedoch „die beste in der LZ-Cup-Geschichte" gewesen, weil die Augustdorfer „supergeil" anfeuerten und Barntrup auch von den LaSi-, Diestelbruch- und Lügde-Fans" unterstützt wurden: „Zu diesen Klubs haben wir einen guten Draht."

Weniger Vorrunden-Spielorte, bitte! Steven Hengstler (33), Trainer des Bezirksligisten FC Augustdorf, erläutert seinen Wunsch so: „In den modernen Hallen – DBB, Augustdorf, Blomberg, Aspe, Lohfeld – haben die Aktiven und die Zuschauer mehr Spaß. Acht Gruppen kannst du in diesen Spielstätten an einem Tag durchziehen." Auch eine Ausweitung auf Samstag und Sonntag kann Hengstler sich vorstellen.

Nichts ändern, bitte! Das sagt Markus Krause, Geschäftsführer des FC Laßbruch-Silixen: „Wir profitierten in diesem Jahr stark von der Auslosung und kamen so auch mal zur Endrunde." Teams zu regionalisieren, sei denkbar, „um mehr Zuschauer in die Halle zu locken". Auf der anderen Seite bestünde die Gefahr, „immer auf die gleichen Teams zu treffen".

Vorrunde mit Teams aus Detmold und Lemgo, bitte! Jürgen Hasse, Trainer des Frauen-Bezirksligisten TSV Sabbenhausen und Champion 2017, missfällt die Trennung. „Im vergangenen Jahr war es interessanter, als sich die gesamte Frauenfußballszene in Augustdorf traf. Wir Detmolder Vereine haben keine Probleme mit den Lemgoern..."

Information

Turnierfakten

  • 69 Teams bei den Männern und 22 bei den Frauen nahmen am LZ-Cup teil.

  • Alle Teams traten zunächst in ihren jeweiligen FuL-Kreisen (Detmold oder Lemgo) an. Bei den Männern qualifizierten sich zunächst jeweils 16 Teams für die Zwischenrunde und dann insgesamt zwölf für die Finalrunde. Die beiden Halbfinals und das Endspiel der Frauen waren in die Endrunde der Männer integriert. Es gewann der FC Donop-Voßheide.

  • Das Turnier ist mit mehr als 5000 Euro Preisgeld dotiert. Neben der LZ unterstützen Sparkasse, Bad Meinberger, AOK, Herforder und Lippische das Turnier.

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