DonVoss-Obmann Dirk Seidlitz: "Wir haben uns einen Namen gemacht"

Carolin Brokmann

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- © Archivfoto: Oliver König
Dirk Seidlitz (© Archivfoto: Oliver König)

Blomberg-Donop. Das sieht nicht gut aus: Frauenfußball-Westfalenligist FC Donop-Voßheide rangiert in der Tabelle auf dem letzten Platz. Vor dem Spiel am Sonntag gegen den SuS Concordia Flaesheim (Anpfiff ist um 15 Uhr in Donop, Eichenstadion) sprach die LZ mit Obmann Dirk Seidlitz (52).

Als Produktmanager viel unterwegs, ist er seit fünf Jahren für den Verein tätig. Den Job des Obmann teilt er sich mit Heino Grollich (65), der seit über zehn Jahren dabei ist.

Seidlitz über...

… die Situation im Abstiegskampf:

„Es ist noch alles drin. Wir liegen fünf Punkte hinter den sicheren Rängen, bei einem Spiel weniger. Und wir haben noch sechs Spiele vor uns. Dabei muss man ehrlich sein: Gegen Berghofen und Bökendorf wird nicht viel zu holen sein. Aber wir sind da sehr entspannt. Gerade bei der kämpferischen und läuferischen Leistung der Mädels ist alles machbar. Der Aufstieg kam eher unverhofft. Wir haben einen dünnen Kader, eine junge Truppe.

Vor der Saison haben wir mit der Mannschaft gesprochen, ob sie damit klar kommt, wenn sie in dieser Liga nicht vier Siege aus fünf Spielen einfährt, vielleicht sogar durchgereicht wird und mit Null in den Wiederabstieg geht. In der Landesliga haben wir immer oben mitgespielt, waren fast schon verwöhnt. Die Truppe war und ist hochmotiviert, wollte es einfach ausprobieren und es drauf ankommen lassen. Aber hier messen wir uns mit anderen, größeren Teams."

… die Ziele:

„ Natürlich wollen wir in der Westfalenliga bleiben und den Klassenerhalt schaffen, alles andere wäre weder ehrlich, noch im Sinne des Sports. Aber das sind keine Dogmen. Auch bei einem Abstieg würde die Mannschaft nicht auseinander brechen. Wir dürfen nie vergessen, wo wir herkommen. Wir sind ein kleiner Dorfverein, der sich einen Namen gemacht hat.

Die Zuschauerränge bei den Spielen sind voll, die Zuschauer stehen hinter uns. Auch unsere zweite Mannschaft steht ganz oben in ihrer Liga. Das ist die erfolgreichste Saison des FC Donop-Voßheide überhaupt. Und so wollen wir natürlich weiter machen."

… einen möglichen Abstieg:

„Die Mannschaft bleibt auf jeden Fall zusammen, auch Trainer Knut Winkelmann ist gesetzt. Egal, ob wir die nächste Saison in der Westfalen- oder Landesliga bestreiten. Auch die Sponsoren haben uns in jedem Fall ihre weitere Unterstützung zugesagt. Durch den Aufstieg sind einige dazugekommen, worüber wir sehr froh sind."

… Spielerinnen, die positiv überrascht haben:

„Eigentlich die ganze Mannschaft. Ihre Entschlossenheit, der Zusammenhalt, das ist einfach toll. Wenn ich jemanden herausheben muss, dann Annika Schlosser. Mit ihren 18 Jahren ist sie extrem jung, aber eine überragende Spielerin. Sie hat drei Ligen übersprungen, kam vom TuS Eichholz-Remmighausen zu uns und hat eine Lücke geschlossen.

Aber auch unsere zwei Mütter, Jana Wiemann-Großpietsch (35) und Jennifer Friedel (30), ziehen voll mit. Wir haben teilweise lange Fahrten zu Auswärtsspielen, da ist schon mal der ganze Sonntag weg."

… weitere Neuigkeiten:

„Wir haben einen Förderverein gegründet, bedingt durch den Aufstieg. Angedacht war das schon länger. Vorsitzender Uwe Thesmann sowie Udo Kloschinski und Bernd Albert machen das alles ehrenamtlich, weil ihnen die Abteilung am Herzen liegt. Und es kommt auch sehr viel zurück."

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