Lemgo II bezwingt GWD Minden

Dietmar Welle

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Aua: Lemgos Jari Lemke wird von den Mindenern Julien Knickmeier (links) und Oliver Tesch heftig attackiert. - © Dietmar Welle
Aua: Lemgos Jari Lemke wird von den Mindenern Julien Knickmeier (links) und Oliver Tesch heftig attackiert. (© Dietmar Welle)

Lemgo. Gut gemacht. Die Lemgo Youngsters haben in der Sporthalle am Vogelsang das ostwestfälisch-lippische Derby gegen GWD Minden II für sich entschieden. Die Schützlinge des nach einer Grippe rechtzeitig wieder fit gewordenen Trainers Christian Plesser setzten sich mit 30:26 (13:12) durch.

„Es kann einem nur gut gehen nach einem Derbysieg", freute sich Plesser nach den 60 Minuten. Es war ein verdienter doppelter Punktgewinn für die Hansestädter, die allerdings nicht ohne Widerstand die Punkte einfuhren.

Denn Minden hielt vor allem im ersten Abschnitt die Partie offen und erzielte immer wieder Treffer durch Rechtshänder Julien Knickmeier, und der wuchtige Oliver Tesch strahlte am Kreis stets Gefahr aus. Zudem sorgten Jannik Jungmann und Christopher Kunisch immer für Gefahr.

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Aufmerksame Beobachter

In der Sporthalle am Vogelsang ließ es sich TBV-Coach Florian Kehrmann nicht nehmen, den Auftritt der Youngsters zu verfolgen. Immerhin traten auch seine Schützlinge Jonas Maier und Dominik Ebner an. Aus dem Bundesliga-Kader war auch Christoph Theuerkauf mit dabei und aus der Geschäftsführung Christian Sprdlik. Das OWL-Derby zog gut. Auf der Tribüne und auf den Stühlen an der einen Längsseite versammelten sich rund 300 Fans, um das Geschehen auf dem Parkett zu verfolgen.


Doch Lemgo legte seine Tugenden in die Waagschale und setzte den Mindener Angriff durch eine zupackende Abwehr oft matt. Gustav Rydergard schnappte sich so manchen Ball in der Defensive, und auch Alexander Engelhardt packte immer wieder im richtigen Moment zu.

„Das war der Schlüssel zum Erfolg", lobte Plesser eine Abwehr, die immer wieder Lösungen fand, auch in Unterzahl den Gegner zu kontrollieren. Einen ausgezeichneten Eindruck hinterließ nach dem 13:12 zur Pause Jonas Maier im Tor: „Jonas hat in entscheidenden Phasen gegen Jungmann, Kunisch und Knickmeier die Bälle weggenommen. Das war spitze", freute sich Plesser, der ein allgemeines Lob verteilte: „Wir waren von Beginn an hellwach auf der Platte."

Schon früh habe seine Mannschaft mit jetzt 26:22 Punkten die Klasse erhalten und könne sicher für ein weiteres Jahr in der 3. Liga planen. Einen Aderlass gibt es für die kommende gleichwohl zu beklagen. Dominik Waldhof und Jan König verlassen den Klub Richtung Hagen.

Lemgo: Benjamin, Maier; Anzer (4), Ebner (3), Vorlicek (1), Zerbe (6/2), Engelhardt (4), Binder (1), Rydergard, Hübscher, Brass (3), Waldhof (6), Lemke (2).

Kommentar: "Der Aderlass schmerzt"

von Dietmar Welle

"Über zwei exzellente Neuzugänge darf sich der Kader von Eintracht Hagen freuen. Von den Lemgo Youngsters wechseln mit Dominik Waldhof und Jan König zwei verheißungsvolle Spieler zum Drittligisten. Wie kommt Hagen auf die beiden Lemgoer?

Na klar. Hagens Trainer heißt Nils Pfannenschmidt und ist als ehemaliger Lemgoer Coach natürlich bestens im Bilde. Kein Wunder, dass sich der in Hamm gefeuerte Pfannenschmidt über die Transfers freut:. Immerhin sei König der Torschützenkönig der A-Jugend-Bundesliga und Waldhof einer, dessen Entwicklung Pfannenschmidt schon lange beobachte.

„Pfanne" beschreibt Waldhof, der eigentlich eher aus einer Fußballer-Familie kommt, als hervorragenden Abwehrspieler, der sich zudem im Angriff enorm entwickele. Diesen Beweis trat Waldhof am Samstag mit sechs Toren gegen Minden auch prompt an. Bei den Youngsters tut sich personell noch mehr. Allerdings will Coach Christian Plesser erst in dieser Woche mit der Katze aus dem Sack kommen..."

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