HSG gewinnt Heimspiel gegen Oldenburg mit 31:25

Dietmar Welle

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Setzt zum Wurf an: Adriana Cardoso De Castro von der HSG. Kelly Dulfer vom VfL Oldenburg kann nichts mehr ausrichten. - © Paul Cohen
Setzt zum Wurf an: Adriana Cardoso De Castro von der HSG. Kelly Dulfer vom VfL Oldenburg kann nichts mehr ausrichten. (© Paul Cohen)

Blomberg. Eine mehr als beeindruckende Leistung hat gestern Abend Frauenhandball-Bundesligist HSG Blomberg-Lippe gezeigt. In der Sporthalle an der Ulmenallee gelang nach einer 60-minütigen Gala ein 31:25 (19:16) gegen den Tabellensechsten VfL Oldenburg. Nach dem 23:22 in Bad Wildungen bedeutet der Sieg den zweiten doppelten Punktgewinn in diesem Jahr und den damit verbundenen Sprung auf den elften Tabellenplatz.

„Ich bin froh und glücklich", sagte HSG-Trainer André Fuhr nach dem Erfolg: „Jetzt können wir erst einmal durchatmen." Die 18-tägige Pause nach dem Erfolg in Bad Wildungen hatte die HSG-Mannschaft optimal genutzt. Engagiert und topfit setzten die Nelkenstädterinnen den favorisierten Gast sofort unter Druck. Als es nach sieben Minuten durch Samara da Silva, Gisa Klaunig, Alicia Stolle, Franziska Müller und Patricia Cardoso 5:0 stand, trauten die HSG-Fans ihren Augen nicht. Fuhr setzte zunächst auf Samara da Silva auf der Mittelposition – ein guter Schachzug.

Oldenburg tat sich schwer, seinen Rhythmus angesichts des vor allem von Alicia Stolle entfachten Drucks zu finden. Die Blomberger Nationalspielerin zeigte sich spielfreudig und baute immer wieder eine pirouettenartige Drehung bei ihren Angriffen ein. Eine Klasseleistung, die das ganze Potenzial dieser so veranlagten Spielerin aufzeigte.

Stolle verdiente sich später auch ein Sonderlob von Fuhr: „Überragend." Aber ihre Kolleginnen standen Stolle kaum nach. Samara da Silva bewies, was in ihr steckt, ging den harten Weg ebenso wie Gisa Klaunig aus dem Rückraum. Bis zum 19:16 zur Pause hatten die Lipperinnen noch keinen Rückstand hinnehmen müssen gegen einen Gast, der durch seine EHF-Pokal-Belastung an die Grenze seiner körperlichen Belastbarkeit stieß.

VfL-Trainer Leszek Krowicki brachte erst spät (35.) seinen Dreh- und Angelpunkt Angie Geschke ins Spiel. VfL-Betreuerin Silke Prante sagte warum: „Angie ist einfach geschlaucht. Zudem kommt noch ihre Ausbildung als Polizistin..." Doch auch Geschke riss das Ruder nicht herum. Als Melanie Veith im HSG-Tor noch einen Siebenmeter von Caroline Müller beim Stand von 23:19 fischte, da gewann der Überraschungscoup endgültige Umrisse und das 31:25 war mehr als verdient.Die letzten zwei Minuten begleiteten die HSG-Fans ihre Lieblinge stehend und verwandelten die Ulmenallee in ein Tollhaus.

Information

HSG Blomberg-Lippe – VfL Oldenburg 31:25 (19:16)

  • Torstationen: 5:0 (7.), 5:1, 8:4, 9:5, 10:6, 14:11 (14.), 15:12, 19:16 (Pausenstand), 22:19, 24:21 (47.), 27:23 (52.), 28:25, 31:25.
  • HSG Blomberg-L: Monz, Veith; da Silva (8/2), Rüffieux, Klaunig (2), Müller (3), S. Petersen, Pichlmeier (2/2), Gera (n.e.), Großheim (n.e.), Larissa Petersen (n.e.), Stolle (11), Huber, Cardoso (4), Mitrovic (1).
  • VfL Oldenburg: Renner, Kohorst; Schnack (3), Prante (1), Müller (4/4), Smits (4), Dulfer (2), Behrend, Geschke (5/1), Hartstock (4), Jongenelen (2).
  • Siebenmeter: 4/4:7/5 (Müller scheitert an Veith, Prante trifft den Pfosten, als Veith im Tor steht).
  • Zeitstrafen: 2:2 (Rüffieux 2 – Dulfer, Jongenelen).
  • Auffälligste Spielerinnen: Stolle, da Silva, Rüffieux, Cardoso, Veith – Geschke, Hartstock.
  • Schiedsrichter: Hartmann/Schneider
  • Zuschauer: 900.
  • Nächstes Spiel: Die HSG Blomberg-Lippe gastiert am Samstag, 4. Februar, um 20 Uhr beim TV Nellingen.

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