Blomberg-Lippe macht sich für das Saisonfinale bereit

Oliver König

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 Die Blombergerinnen (von links) Melanie Veith, Laura Rüffieux, Gisa Klaunig, Kathrin Pichlmeier, Samara da Silva Vieira und Josefine Huber treffen auf Nellingen. - © Oliver König
 Die Blombergerinnen (von links) Melanie Veith, Laura Rüffieux, Gisa Klaunig, Kathrin Pichlmeier, Samara da Silva Vieira und Josefine Huber treffen auf Nellingen. (© Oliver König)

Blomberg. Platz zehn, 18:32 Punkte, den Klassenerhalt in der Tasche. Eigentlich könnte Frauenhandball-Bundesligist HSG Blomberg-Lippe locker in das letzte Saisonspiel am Samstag um 18 Uhr gehen. Wäre da nicht der Gegner TV Nellingen. Der rangiert auf dem vorletzten Platz und will noch den Klassenerhalt schaffen.

Deshalb spricht Blombergs Trainer André Fuhr vor dem Duell an der Ulmenallee auch von „einer speziellen Situation". Nellingen muss schon gewinnen und auf einen Ausrutscher von Neckarsulm gegen den Tabellendritten Metzingen hoffen.

„Ich bin ganz froh, dass wir mit diesen ganzen Rechnereien nichts mehr zu tun haben", sagt Fuhr und verspricht, dass sich sein Team auf jeden Fall mit einem Erfolg verabschieden wolle. Dass es kein leichtes Unterfangen werden dürfte, hat vor allem mit der starken Leistung der Schwaben Hornets in der Rückrunde zu tun. Acht ihrer zehn Punkte holten sie in dieser Zeit.

„Respekt. Bei unserem Sieg in der Hinrunde waren sie schon gefühlt abgestiegen", erinnert sich Fuhr. In der vergangenen Woche vergab Nellingen „in einem spektakulären Abstiegsendspiel" (Fuhr) gegen Neckarsulm seinen Matchball und verlor nach einer 20:18-Führung noch mit 20:21. Sicher ist für André Fuhr: „Wir werden seriös an die Aufgabe herangehen und wollen nicht das Zünglein an der Waage spielen."

Kurios: Nicht ausgeschlossen, dass sich Nellingen oder Neckarsulm so oder so retten. Das hängt mit der Situation in der 2. Bundesliga zusammen. Die HSG Bensheim/Auerbach steht bereits lange als Meister fest und nimmt ihr Aufstiegsrecht wahr. In der Tabelle folgen Rosengarten und Nürtingen, die aber keine Erstliga-Lizenz beantragt haben. Das hat aber der derzeitige Vierte, HC Rödertal, getan. So weit, so gut. Allerdings muss der sächsische Klub, laut André Fuhr, den Statuten zufolge Dritter sein (momentan ein Zähler Rückstand), um tatsächlich erstklassig zu werden.

Eine Situation, die die HSG Blomberg-Lippe am Samstag nur am Rande interessieren dürfte. Sie freut sich aufs Spiel und darauf, dass der Zuschauerzuspruch groß sein wird. „Es gibt nur noch wenige Restkarten", betont Geschäftsführer Torsten Pfennig. 828 Besucher hätten im Schnitt die Heimspiele bislang besucht, eine stolze Zahl. „Sie zeigt", so Torsten Pfennig, „welche Rolle die HSG inzwischen in der Region spielt."

Information
Voller Plan
Am 9./10. September startet die HSG Blomberg-Lippe in die Frauenhandball-Bundesliga-Saison 2017/2018. Erster Heimgegner ist dann der VfL Oldenburg. Und der Spielplan wird es laut Blombergs Trainer André Fuhr wieder in sich haben. Außer „zig Unterbrechungen" (Fuhr) werde es zum Jahresende hin auch drei Spiele im Zeitraum zwischen dem 23. und 30. Dezember geben.

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