Isa Jongenelen im Anflug auf die HSG Blomberg

Dietmar Welle

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Isabelle Jongenelen hat sich – wie in der Saison 2013/2014 – entschlossen, für die nächsten zwei Jahre wieder für die HSG Blomberg-Lippe auf Torjagd zu gehen. Darüber sind auch die vielen HSG-Anhänger froh. - © Brink-Medien
Isabelle Jongenelen hat sich – wie in der Saison 2013/2014 – entschlossen, für die nächsten zwei Jahre wieder für die HSG Blomberg-Lippe auf Torjagd zu gehen. Darüber sind auch die vielen HSG-Anhänger froh. (© Brink-Medien)

Blomberg. Back to the roots. Wie schon in der Saison 2013/2014 hat sich Isabelle Jongenelen dafür entschieden, beim Frauenhandball-Bundesligisten HSG Blomberg-Lippe einen Vertrag zu unterschreiben. Die 27-Jährige verpflichtete sich für zwei Jahre bis zum 30. Juni 2021.

Zwischen dem Wiedereinstieg an alter Wirkungsstätte und dem damaligen Ausscheiden liegt für die Studentin an der Johann-Cruyff-Universität in Tilburg (derzeit in den letzten Zügen des Bachelors für Marketing und Kommunikation) eine turbulente Zeit. Von Blomberg ging es zunächst nach Bietigheim. Während der Winterpause der Saison 2015/16 schloss sich Jongenelen dem französischen Verein Nantes Loire Atlantique an, den sie zum Saisonende wieder verließ. Bis zuletzt spielte sie für den Blomberger Liga-Konkurrenten VfL Oldenburg, mit dem sie 2018 den DHB-Pokal gewann.

Ganz ohne Verletzungen ist Isabelle Jongenelen nicht geblieben. Ausgerechnet im September 2017 in Blomberg zog sie sich im Oldenburger Dress einen Kreuzbandriss zu und musste monatelang pausieren. Nicht zuletzt der medizinische Check durch HSG-Mannschaftsarzt Dr. Titus Bertolini bestätigte volle Belastbarkeit des betroffenen Gelenks. Das macht die Isa happy. „Ich habe lange überlegt, wie es mit mir weiter gehen soll. Aber am Ende bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich mir auch weiterhin zutraue, auf höchstem Niveau Handball zu spielen und zu meiner alten Form zurückzufinden." Dabei hat sie sich an ihre Zeit in Blomberg erinnert – und unterschrieben.

Zehn Jahre behauptet sich die 1,79 Meter große Rückraumspielerin schon im Profigeschäft und möchte ihre Erfahrung ins jungen HSG-Team einbringen. Auch in der Abwehr steht sie ihren Mann: „Mental möchte ich dem Team helfen und mit meiner harten, aber fairen Spielweise."

Auf der halbrechten Position bildet sie ein Duo mit Tessa van Zijl, die einen ganz anderen Typus vertritt. Das verspricht noch mehr Flexibilität und einen guten Schuss neuer Unberechenbarkeit. Jongenelen spielt mit der Nummer 7 auf, die sie bereits bei ihrem ersten Abstecher auf dem Rücken trug. Ein Wiedersehen gibt es am 30. März, wenn sie mit Oldenburg an der Ulmenallee aufschlägt.


Das meinen Steffen Birkner und Torben Kietsch

Trainer Steffen Birkner: „Meine Mannschaft wird von der großen, auch internationalen Erfahrung, die Isabelle mitbringt, profitieren. Sie strahlt jederzeit Torgefährlichkeit aus und ich bin mir sicher, dass sie uns auch in der Deckung zu mehr Stabilität verhelfen wird. Mit Tessa van Zijl und Isabelle haben wir ab der kommenden Saison zwei verschiedene Spielertypen im rechten Rückraum zur Verfügung, wovon ich mir mehr Flexibilität erhoffe."

Manager Torben Kietsch: „Ich bin froh, dass mit ihr eine Spielerin zurückfindet, mit der wir auf eine erfolgreiche gemeinsame Spielzeit zurückblicken können. Isabelle ist in der Zwischenzeit deutlich gereift und wird unserem jungen Kader, dem derzeit noch das ein oder andere Mal nachgesagt wird, zu lieb zu agieren, mit ihrer kampfbetonten Spielweise helfen."

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