Mit Video: Das war die Endrunde des LZ-Cups

Sebastian Lucas und Dietmar Welle

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Erstmals in seiner Vereinsgeschichte hat der FC Augustdorf den LZ-Cup gewonnen. Nach dem 3:1 im Finale gegen den RSV Barntrup brachen alle Dämme. - © Paul Cohen
Erstmals in seiner Vereinsgeschichte hat der FC Augustdorf den LZ-Cup gewonnen. Nach dem 3:1 im Finale gegen den RSV Barntrup brachen alle Dämme. (© Paul Cohen)

Lemgo. Erstmals in seiner Vereinsgeschichte hat der FC Augustdorf den LZ-Cup gewonnen. Nach dem 3:1 im Finale gegen den RSV Barntrup brachen alle Dämme. Die Fans stürmten das Parkett und bildeten eine Feiereinheit mit ihren Lieblingen. Mitten dabei war auch Matthias Heymann, der Coach der erfolgreichen „Sandhasen", der das Unterfangen „LZ-Cup" mit großem Engagement angegangen war.

Heymann: „Wir sind gewollt mit einem so großen Kader in die Endrunde gegangen, um immer Optionen zu haben." Der sechsfache Torschütze Marco Mescheder führte die Mannschaft an, jeweils dreimal trafen Alexander Rau und Waldemar Seibel, zweimal war Alexander Eck erfolgreich sowie einmal Kevin Sömmer. Zudem zählten zum erfolgreichen Team der bestens aufgelegte Björn Wirtz und die Feldspieler Peter Neuland, Marc Wiemann, Daniel Giesbrecht, Gianni Bovino, Christian Schröder, Jürgen Rau, Marcel Mescheder, Serdar Caliskan und der zweite Keeper Sefik Kartal.

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Zur Siegerfeier trafen sich die Augustdorfer in ihrer Stammkneipe „Bonaca" bei Wirt Damir im Augustdorfer Herzen. Erst spät in der Nacht klangen die Feierlichkeiten aus. Die 1.500 Euro Siegprämie wurden im „Bonaca" schon angeknabbert, aber der Großteil gilt der Finanzierung einer Mannschaftsfahrt. Heymann: „Wir wollen in diesem Jahr wieder nach Mallorca. Da können wir das frische Geld gut gebrauchen." Neben der LZ unterstützen die Sparkassen in Lippe, Bad Meinberger, AOK Nordwest, Herforder Pils und Lippische Landes-Brandversicherungsanstalt das Turnier.

Irregulärer Treffer: Für Diskussionen hatte im Halbfinale die Entscheidung von Schiedsrichterin Lisa Glowatzki gesorgt, einen Treffer anzuerkennen, der keiner war. Als nämlich der Barntruper Ingo Brand das vermeintliche 2:1 gegen den SV Jerxen-Orbke erzielt hatte, war das Leder nicht annähernd über die Linie gerollt. Und das vor den Augen von SV-Trainer Bastian Möller, der einen eindeutigen Fotobeweis auf seinem Smartphone hatte. Aber im Amateurbereich, geschweige denn in der Halle, gibt es halt keinen Videobeweis und die von Glowatzki getroffene Entscheidung war unumstößlich. Schade, dass gerade so einer jungen und aufstrebenden Schiedsrichterin so ein Missgeschick unterlief. Umso wertvoller erscheint in diesem Zusammenhang die Haltung von Möller, der sich zwar im ersten Moment mächtig aufgeregt hatte, aber dann doch seinen Frieden mit der Entscheidung geschlossen hatte: „Ich war zwar noch einmal unten am Schiedsgericht, aber ein Protest wäre nicht in Frage gekommen."

Tor für den TSV Oerlinghausen vor einer beeindruckenden Kulisse: Das Team von Trainer Miron Tadic und der SuS Pivitsheide trennten sich nach einer super-spannenden Schlussphase 2:2. - © Egon Penner
Tor für den TSV Oerlinghausen vor einer beeindruckenden Kulisse: Das Team von Trainer Miron Tadic und der SuS Pivitsheide trennten sich nach einer super-spannenden Schlussphase 2:2. (© Egon Penner)


Der Großteil der gezählten Treffer entstand allerdings auf völlig reguläre Weise. 109 Mal zappelte der Ball im Netz. Das entspricht eines Quote von 5,19 Toren pro Partie. Eine ordentliche Ausbeute.

Weniger Treffer bei den Frauen: Nicht ganz so treffsicher zeigten sich die Damen in ihren drei Begegnungen. Sieben Treffer schlugen zu Buche. Davon erzielte der spätere Sieger FC Donop-Voßheide allein drei durch Jennifer Friedel, Jana Wiemann-Großpietsch und Marie Wollbrink. Zudem zählten zum Team von Knut Winkelmann Laura Schulte, Katharina Opitz, Marien Heidebrecht, Anna-Lena Meier, Milena Szymkowiak, Melanie Gutsch, Charlotte Meier und Annika Schlosser.

Ohne Futsal-Nationalspieler: Vidoje Matic (21), Zugang des TBV Lemgo, stand am Sonntag nicht im Kader. Der Futsal-Nationalspieler, der vom Landesligisten Spvg. Steinhagen kam, zog sich in einem Testspiel gegen Gütersloh (1:2) einen Bänder- und Kapselriss zu. „Das dauert einige Wochen", so Ulas Tokdemir, Sportlicher Leiter des TBV. Matic reist Anfang Februar wieder zu einem Lehrgang der Nationalmannschaft und will sich dort ein Ticket für eine Partie gegen die Futsal-Mannschaft des FC Barcelona in Spanien sichern. Tokdemir: „35 Leute sind da, 15 stehen am Ende im Kader." Auch wenn mit Matic ein Topspieler fehlte, fand LZ-Experte Roland Szymkowiak: „Dieses Turnier ist der Wahnsinn. Es war bereits der 15. LZ-Cup, doch es setzt keine Sättigung ein. Ich habe das Gefühl, dass es immer noch Luft nach oben gibt."

Tolle Darbietungen: Die Angels aus Augustdorf gefielen den 3.700 Besuchern gut. - © Paul Cohen
Tolle Darbietungen: Die Angels aus Augustdorf gefielen den 3.700 Besuchern gut. (© Paul Cohen)


Beste Spieler: Neben den geehrten Marco Mescheder (FC Augustdorf) und Keeper Lennart Rühlemann (SVE Jerxen-Orbke) nannten die Vereinsvertreter bei der Wahl folgende Feldspieler: Ali Celik (TBV), Johannes Lindemeyer, Leon Baumeister (beide Barntrup) und Roman Thissen sowie die Torhüter Björn Wirtz (Augustdorf) und Kevin Elsner (Barntrup).

Fotostrecke: LZ-Cup Endrunde Frauen


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