Mit Video: Das waren die Highlights der LZ-Cup-Endrunde 2018/2019

Sebastian Lucas

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Tor! - © Egon Penner
Tor! (© Egon Penner)

Lemgo. Fast ausschließlich ganz knappe Entscheidungen und ein Überraschungssieger. Dazu mit 3.800 Besuchern eine Rekordkulisse. Die 16. Endrunde der Lippischen Hallenfußball-Meisterschaften um den LZ-Cup geht als Finale der Superlative in die Geschichte des Turniers ein.

Für Roland Szymkowiak, LZ-Experte und Trainer des SV Falkenhagen, stand am Sonntagabend fest: „Das Endspiel zwischen dem TBV Lemgo und dem TSV Horn ist das beste aller Zeiten gewesen. Ich habe fast alle gesehen."

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Mit 10:9 (4:4) nach Neunmeterschießen gewann der TBV, bei der dritten Auflage des LZ-Cups der Frauen setzte sich Titelverteidiger FC Donop/Voßheide durch. Steffen Hinder, Kapitän der SG Hiddesen-H’dorf, schrieb an den LZ-Redakteur: „Wahnsinn, was da auf die Beine gestellt wird. Dickes Kompliment."

Warum setzte sich der TBV Lemgo durch? „Dass der TBV sich die Krone aufsetzt, hätte ich vor dem Turnier nicht für möglich gehalten." Das gab Roland Symkowiak gestern ehrlich zu: „Es war eine Endrunde der Überraschungen." Bei der LZ-Umfrage im Internet mit mehr als 1300 Stimmen waren nur 4 Prozent an den TBV gegangen. Am wenigsten Stimmen erhielt der zweite Finalist TSV Horn (2 Prozent). Szymkowiak: „Nach der indiskutablen Vorstellung im ersten Spiel gegen SuS Pivitsheide bekam der TBV die Kurve, war in den entscheidenden Momenten da und hatte auch das nötige Quäntchen Glück. Im Endspiel lief Lemgo immer wieder den fliegenden Torwart des TSV an, alle anderen TSV-Gegner hatten kein richtiges Mittel gegen die Spielweise der Hornschen."

Fotostrecke: Die Endrunde des LZ-Cups in Lemgo


Wie war das Niveau? Szymkowiak fand es „etwas schwächer als im vergangenen Jahr" und führte als Grund an: „Hörstmar/Lieme, Post Detmold und Hiddesen-H’dorf zeigten tolle Leistungen in der Vor- und Zwischenrunde und besitzen ganz viel Potenzial. In Lemgo bekamen diese Teams es aber nicht auf die Platte. Hiddesen-H’dorf überzeugte mich in den ersten beiden Partien voll, dann gar nicht mehr." Dass Titelverteidiger FC Augustdorf keinen Zähler holen würde und ausgerechnet Keeper Sefik Kartal das einzige FCA-Tor erzielt, kam ebenfalls sehr überraschend. Im Gegensatz zu 2018 überzeugten diesmal nur die Fans und die Cheerleader Angels – ebenfalls aus Augustdorf.

Wer nutzte die Ausrutscher der Favoriten neben dem TBV? Natürlich der TSV Horn. Manager Ender Ünal: „Ich bin seit 15 Jahren beim TSV und zum ersten Mal war ich der Meinung, dass Fußball nicht alles ist." In Gedenken an den vor einer Woche verunglückten Spieler Oguzhan Yavuz hatten die TSV-Verantwortlichen mehr als 100 T-Shirts mit dem Bild des Verstorbenen und der Aufschrift „We will never forget" drucken lassen und daraus viel Kraft gezogen. „Wir haben heute auch für ihn gespielt", sagte der überragende Cihat Keles, der als fliegenden Torwart fünf Treffer markierte und damit bester Schütze des Turniers war. Ender Ünal: „Es macht mich stolz, dass die ganze Halle für uns war. Mit Disziplin und Wille kannst du ganz viel erreichen. Wir sind stolz auf Platz zwei." Stolz durfte auch SuS Pivitsheide sein. Obmann Dieter Drobig: „Wir sind die einzige Mannschaft gewesen, die den TBV geschlagen hat." Ohne den gesperrten Paul Klundt und den verletzten Philip Wichmann stürmte der SuS in der Gruppe mit dem TBV sowie den beiden Finalisten 2018, FC Augustdorf und RSV Barntrup, ohne Punkteverlust ins Halbfinale. Hier kassierte das Skarupke-Team in der Schlusssekunde das 1:2 gegen Horn – Cihat Keles traf in den Winkel.

Wie gefiel es den Frauen? „Es ist toll, bei so einem Event dabei sein zu dürfen", sagte Jana Wiemann vom FC Donop/Voßheide als Co-Kommentatorin des LZ-Livestreams. Angeführt von der dreifachen Torschützin Charlotte Meier sicherte sich der Landesligist den Titel. Daniel Düwel, Trainer der SG Alverdissen/Extertal (unterlag Donop-V. im Halbfinale 0:2), meinte: „Den Spielerinnen hat’s allen gut gefallen. Die Atmosphäre in der Halle – eine super Sache. Gerne hätten wir noch eine weitere Partie um Platz drei bestritten."

Der nächste Mannschaftsabend ist gesichert

„Eine für alle, alle für den VfL" schreien die Spielerinnen des VfL Hiddesen zu Beginn ihres 37-sekündigen Clips, ehe sie synchron zu den vor ihnen stehenden Bierflaschen greifen, anstoßen und einen Schluck nehmen. Mit ihrem Videoaufruf auf Facebook sammelten die Damen des Fußball-B-Ligisten bis gestern, 12 Uhr, 280 Gefällt-Mir-Angaben – die meisten der insgesamt sechs Teilnehmer. Der FC Donop/Voßheide generierte mit seinem Video 202 „Likes", Rang zwei. Bei den Männern stach der Detmolder B-Ligist FSV Pivitsheide heraus, dessen Spieler eine astreine Gesangseinlage hinlegten. Dafür gab es immerhin 70 Gefällt-Mir-Angaben. Die Damen des VfL Hiddesen dürfen sich auf ein 50-Liter-Fass von Herforder und kostenfreie Getränke von Bad Meinberger für ein Mannschaftsfest freuen.

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