TBV Lemgo bereitet sich auf Heimspiel gegen MT Melsungen vor

Jörg Hagemann

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Will wieder aufs Tempo drücken: Lemgos Patrick Zieker zog sich in Ludwigshafen einen schmerzhaften Pferdekuss zu. - © Jörg Hagemann
Will wieder aufs Tempo drücken: Lemgos Patrick Zieker zog sich in Ludwigshafen einen schmerzhaften Pferdekuss zu. (© Jörg Hagemann)

Lemgo. Die MT Melsungen überlässt nichts dem Zufall. Obwohl es nur 120 Kilometer von der Kasseler Rothenbachhalle bis zur Bunsenstraße in Lemgo sind, beziehen die ambitionierten Nordhessen vor der Bundesligapartie am Sonntag, 17. September, um 12.30 Uhr in der Lipperlandhalle bereits am Vortag Quartier in einem Lemgoer Hotel ein.

Nach dem 20:24-Rückschlag in Ludwigshafen hat Trainer Florian Kehrmann in den vergangenen Tagen viel Zeit in das Angriffsspiel investiert. Während die Eulen offensiv hervortraten, kleben die Melsunger Hünen zumeist auf der Linie. „Wir müssen einige Dinge umstellen und vom System her etwas anders denken", verrät Kehrmann, ohne sich in die Karten schauen zu lassen. Klar ist aber, dass es ohne Tempospiel eng wird. Kehrmann: „Vieles drehte sich im Training darum, auf die Laufwege aufmerksam zu machen, die uns einfache Tore ermöglichen sollen."

Eigentlich kennen sich beide Mannschaften aus dem Eff-Eff. Letztmalig begegnete man sich beim 33:35 im Halbfinale des Sparkassenhandballcups in der Saisonvorbereitung. Doch durch die Ausfälle der Müller-Zwillinge hat sich in der Statik der Melsunger etwas verändert. Zunächst erwischte es Philipp Müller, der sich im ersten Heimspiel gegen Gummersbach eine Schultereckgelenkssprengung zugezogen hat.

Vier Tage später erwischte es Michael Müller, als aus unerklärlichem Grund das Hinterrad seines Motorrollers wegrutschte und sich der MT-Kapitän einen Bruch des Außenknöchels zuzog. „Doch manchmal sind solche Situationen nicht von Nachteil, weil dann plötzlich andere Spieler in die Aufgaben reinwachsen", erwartet Florian Kehrmann keinen direkten Vorteil aus dem Ausfall der Müllers.

Der Melsunger Kader ist breit angelegt und mit drei ehemaligen TBV-Cracks bestückt. Arjan Haenen, Timm Schneider und Finn Lemke freuen sich auf die Rückkehr an ihre alte Wirkungsstätte.

Ein besonderes Augenmerk wird der TBV auch auf den Melsunger „Ballermann" legen. Julius Kühn hat in vier Spielen bereits 28 Treffer erzielt. Bietet sich da eine Manndeckung an? Kehrmann tendiert zu einer anderen Lösung. „Kiel hat das versucht, wurde anschließend aber über die Mittelachse mit dem Kreisläufer auseinandergespielt", gibt der TBV-Coach zu bedenken und tendiert eher dazu, das System auf Kühn abzustellen. Doch völlig auszuschalten seien Spieler dieser Kategorie ohnehin nicht. Kehrmann erinnert sich an das Heimspiel gegen Leipzig in der Vorsaison, als Philipp Weber zwar 13 Tore gelangen, aber den Sieg der TBV Lemgo davontrug.

Es sind noch genügend Plätze frei
Die neue Anwurfzeit am Sonntag um 12.30 Uhr tut dem TBV weh. Freitagnachmittag waren 2.800 Tickets weg. „Schon mal besser als gegen Leipzig, aber weiterhin ausbaufähig", kommentierte TBV-Geschäftsführer Jörg Zereike die Zahl. Wer Sonntag die ab 11 Uhr geöffnete Tageskasse umgehen möchte, kann am Samstag bis 13 Uhr die TBV-Geschäftsstelle aufsuchen. Neben den neuen TBV-Trikots sind dort auch Tickets für das DHB-Pokal-Achtelfinale gegen den TVB 1898 Stuttgart am Mittwoch, 18. Oktober, um 19 Uhr erhältlich.

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