Hunderte Ostwestfalen demonstrieren beim Ostermarsch

Frieden zwischen den Völkern

von Felix Boche

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Ostermarsch durch die Innenstadt: Hunderte versammelten sich Friedenskundgebung. - © Felix Boche
Ostermarsch durch die Innenstadt: Hunderte versammelten sich Friedenskundgebung. (© Felix Boche)

Bielefeld. „Meine Kinder sollen keine Bomben fallen sehen und nicht in den Krieg ziehen müssen“, sagte Robert Gibson. Der gebürtige Kanadier kennt eine solche Situation zwar aus seinem eigenen Land nicht, ist wie Hunderte Menschen aus OWL aber dennoch am Samstag zum traditionellen Ostermarsch auf die Straße gegangen. 
Dazu aufgerufen hatten der Aktionskreis Freie Senne und die Friedensinitiative Bielefeld. Ihr Motto: „Krieg löst keine Probleme!“ Los ging’s auf dem Bielefelder Kesselbrink. Von dort lief der Demonstrationszug über die Friedrich-Ebert-Straße, Herforder Straße und den Willy-Brandt-Platz zum Hauptbahnhof. Ziel war der Jahnplatz.
In ihren Reden forderten die Friedensaktivisten, ein Verbot von Rüstungsexporten und die Umstellung der Rüstungsproduktion auf zivile Güter. Generell stehen die beiden Initiativen für die zivile Lösung von Konflikten und Frieden mit Russland, für das Ende der Kriegsübungen in der Senne, für die Schließung der Kommandozentrale in Kalkar und anderer NATO-Einrichtungen in NRW, für Schule und Hochschule ohne Bundeswehr und für den Abzug und die Vernichtung aller Atomwaffen.
 
Die Redner betonten, dass es nach jedem Krieg den Menschen in den betroffenen Ländern nicht besser, sondern schlechter gehe und Krieg keine Probleme löse. „Ich demonstriere gegen Krieg, immer in der Hoffnung, dass es etwas bewirkt“, sagte Teilnehmerin Inge Thaens-Heinze. Sie hofft wie viele, dass etwas von den Märschen als Botschaft bei den Politikern ankommt.
Die traditionellen Ostermärsche für den Frieden gibt es bereits seit den 1960er Jahren.

Weitere Demos im ganzen Land
In Duisburg, Düsseldorf und in Berlin gingen jeweils mehr als eintausend Anhänger der Friedensbewegung auf die Straße.
Bis Montag sind rund 80 Demonstrationen, Mahnwachen, Fahrradtouren und Friedensfeste mit mehreren Zehntausend Teilnehmern in ganz Deutschland geplant.

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