Naturschützer kritisieren Aus für Nationalpark

Lothar Schmalen

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Sprecher der Naturschützer: Carsten Otte - © F. Schulz
Sprecher der Naturschützer: Carsten Otte (© F. Schulz)

Paderborn/Düsseldorf. Als „kurzsichtig und rückwärtsgewandt“ haben die Grünen in Ostwestfalen-Lippe die Absicht der künftigen Düsseldorfer Regierungspartner CDU und FDP bezeichnet, das Aus für die Planung eines Nationalparks Senne im Koalitionsvertrag festzuschreiben. Diese Entscheidung könne sachlich nicht begründet werden, hier gehe es ausschließlich um ideologische Motive, sagte Martina Denkner, Geschäftsführerin der OWL-Grünen.

Auch Carsten Otte, Sprecher der Bezirkskonferenz der Naturschutzverbände in OWL, äußerte sich enttäuscht. Die Entscheidung von CDU und FDP werfe zudem viele Fragen auf. So müsse die künftige Landesregierung die Frage beantworten, wie es mit dem Gelände weitergehe, wenn die Briten es erwartungsgemäß im Jahr 2019 aufgeben und die Bundeswehr es, wie von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen angekündigt, nur teilweise übernehmen werde.

Beantwortet werden müsse auch die Frage, ob dann die betroffenen Kreise für die Verkehrspflicht auf dem durch die langanhaltende militärische Nutzung beeinträchtigten Gelände und die damit verbundenen Kosten aufkommen müssten.

Er könne auch gut damit leben, wenn das Gelände zunächst, wie es mit der CDU in OWL einmal gemeinsam überlegt worden sei, als nationales Naturerbe in die Verantwortung der Bundesstiftung für Umweltschutz (Sitz: Osnabrück) übergehen könne. „Für uns wäre das ein Schritt in die richtige Richtung“, sagte Otte.

Nach Informationen dieser Zeitung soll aber auch diese Variante in den Düsseldorfer Koalitionsgesprächen verworfen worden sein.

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