Herforder wegen Marihuana-Plantage in Lemgo angeklagt

Kirsten Fuhrmann

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Bei einer Durchsuchung fand die Polizei in Lemgo eine professionelle Plantage mit 400 Marihuanapflanzen. - © Foto: LZ, Pixabay/Montage: Maren Brettmeier
Bei einer Durchsuchung fand die Polizei in Lemgo eine professionelle Plantage mit 400 Marihuanapflanzen. (© Foto: LZ, Pixabay/Montage: Maren Brettmeier)

Detmold. Gegen einen 28-jährigen Herforder hat die Staatsanwaltschaft Detmold Anklage wegen "bandemäßigen Anbaus von Betäubungsmitteln, illegaler Einfuhr und Handel mit Betäubungsmitteln, Verstoßes gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz sowie verschiedene Verkehrsdelikte" erhoben. Das teilte die Staatsanwaltschaft Detmold am Montagmorgen in einer Pressemitteilung mit.

Das wird dem Angeklagten vorgeworfen

Gemeinsam mit zwei weiteren Personen (61 und 55 Jahre), gegen die bereits gesondert Anklage erhoben wurde, soll er eine Marihuanaplantage in Lemgo betrieben haben. Bei einer Durchsuchung fand die Polizei eine professionelle Plantage mit 400 Marihuanapflanzen.

Etwa 400 Cannabis-Pflanzen stellten die Beamten in einer ehemaligen Firmenhalle in Lemgo sicher. - © Polizei Lippe
Etwa 400 Cannabis-Pflanzen stellten die Beamten in einer ehemaligen Firmenhalle in Lemgo sicher. (© Polizei Lippe)

Die beiden Mittäter bezeichnen den Angeklagten als Chef der Bande. Während die aus Bad Salzuflen und der Nähe von Osnabrück stammenden Männer lediglich für die Pflege der Pflanzen gegen einen Stundenlohn zuständig gewesen seien, habe der 28-jährige Herforder die Plantage finanziert und die Drogen verkauft. "Seit dem Fund der Plantage im Februar 2017 befindet sich der Angeklagte in Untersuchtungshaft", heißt es in der Pressemitteilung.

Ecstasy, Schusswaffen und Co.

Zudem soll der 28-Jährige mehrere Kilogramm Marihuana und Amphetamin aus den Niederlanden eingeführt haben, um dieses zu verkaufen. Der Angeklagte mietete mehrere Wohnungen und Garagen in Herford, Ibbenbühren und Osnabrück, in denen die Polizei neben großen Mengen Ecstasy, Marihuana und Amphetamin auch Schusswaffen und "Polen-Böller" fand.

"Der Angeklagte soll sich von dem Geld aus den Drogenverkäufen unter anderem einen Porsche Cayenne gekauft haben. In seiner Wohnung wurden zudem große Mengen an Bargeld aufgefunden", heißt es weiter.

Aufgefallen war der Herforder bei einer Fahrzeugkontrolle in Osnabrück. Der Angeklagte floh mit seinem Auto und durchbrach dabei mehrere Polizeisperren. Einige Dienstfahrzeuge wurden dabei beschädigt und ein Beamter leicht verletzt. Auf den Drogenhandel und die Marihuanaplantage in Lemgo wurde die Polizei dann im Laufe der Ermittlungen aufmerksam.

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