Kritik an geplanten Abschiebungen über Flughafen Paderborn-Lippstadt

veröffentlicht

  • 0
Flughafen Paderborn-Lippstadt: Der Airport hat für die Region eine große Bedeutung, sagen Politik und Wirtschaft.  - © Marc Köppelmann
Flughafen Paderborn-Lippstadt: Der Airport hat für die Region eine große Bedeutung, sagen Politik und Wirtschaft.  (© Marc Köppelmann)

Paderborn (caro). Der Flughafen Paderborn-Lippstadt soll für die Rückführung abgelehnter Asylbewerber genutzt werden. Das fordern die Landräte der Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Paderborn, Soest und des Hochsauerlandkreises sowie der Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld in einem Schreiben an den neuen NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU).

Die Fraktion Die Linke/Piraten im Kreistag Paderborn spricht sich entschieden gegen den Plan der Anteilseigner aus, den Flughafen zum zentralen Abschiebeflughafen von Nordrhein-Westfalen zu machen. Die Fraktionsvorsitzende Sabine Martiny fragt sich, ob die Anteilseigner mit dieser Forderung glauben, die wirtschaftliche Situation des Flughafens verändern zu können und damit überregional bedeutsam zu werden.

Martiny bezieht sich damit in einem Schreiben auf den Landesentwicklungsplan NRW, der zwischen landesbedeutsamen Flughäfen in Düsseldorf, Köln/Bonn und Münster sowie den nur regionalbedeutsamen Flughäfen Dortmund, Paderborn/Lippstadt und Niederrhein mit sinkenden Passagierzahlen unterscheidet.

Die Absicht der Anteilseigner an Innenminister Herbert Reul legt laut Martiny nur einen Schluss nahe: „Wie machen wir aus einem nur regional bedeutsamen Flughafen einen für NRW landesweit bedeutsamen Flughafen?"

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2017
Texte und Fotos von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

0 Kommentare
0 Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem gültigen LZ-Plus-Zugang möglich. Jetzt testen!