Preise für Grundstücke in OWL steigen drastisch an

Matthias Bungeroth

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Fertighausbau setzt sich immer mehr durch - © dpa
Fertighausbau setzt sich immer mehr durch (© dpa)

Bielefeld. Der Grundstücksmarkt in Ostwestfalen-Lippe setzt seinen kräftigen Wachstumskurs ebenso fort wie die Entwicklung der Preise für Bauland und Wohneigentum. Das sagt der Bericht des Oberen Gutachterausschusses für Grundstückswerte des Landes Nordrhein-Westfalen. 2016 wurden danach Kaufverträge mit einem Umsatz von 3,17 Milliarden Euro abgeschlossen, plus 12 Prozent gegenüber 2015.

„Wohneigentum hat die Nase vorn bei der Eigentumsbildung", so Jürgen Upmeyer, Geschäftsführer des Hauseigentümerverbandes Haus und Grund OWL. Die steigenden Preise auch im ländlichen Raum sieht Upmeyer mit Sorge, denn dies halte gerade viele junge Familien davon ab, dort Grundeigentum zu erwerben. „Die Gemeinden müssten ein Anreizprogramm auflegen", fordert Upmeyer, damit auch auf dem Land Grunderwerb realistisch sei. Denkbar sei etwa die Stundung von Erschließungsbeiträgen. Eckdaten des Berichts:

Nachfrage

Die Nachfrage nach Wohnungseigentum stieg im Vorjahr im Jahresvergleich um 13 Prozent. Das Interesse an Mehrfamilienhäusern nahm um 12 Prozent zu. Das Interesse an Baugrundstücken für Gewerbe und Industrie stieg um 28 Prozent.

Dazu sagt Christoph von der Heiden, Geschäftsführer der IHK Bielefeld: „Wir wissen, dass die Unternehmen bemerkenswerte Erweiterungspläne haben." In Teilregionen von OWL betreffe dies 40 Prozent der Betriebe innerhalb der nächsten fünf Jahre. „Wir sehen deutlichen Flächenbedarf", so von der Heiden.

Eigentumswohnungen

Sie wurden in OWL im Vorjahr im Mittel um 9 Prozent teurer. Den Spitzenplatz belegt Werther mit einem Quadratmeterpreis von 2.890 Euro pro Quadratmeter (s. Grafik). „Das kann sich nur dadurch erklären, dass der Markt in Bielefeld schon vollgelaufen ist", sagt Upmeyer. Preußisch Oldendorf ist mit 1.920 Euro am günstigsten.

Baulandpreise

In mittleren Wohnlagen ist der Quadratmeter Bauland in Paderborn mit 260 Euro am teuersten, gefolgt von Bielefeld (250) und Delbrück (215). Am günstigsten ist der Grunderwerb OWL-weit in den Städten Borgentreich und Willebadessen (je 36) sowie in Marienmünster (30).

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