Studentenleben in NRW ist teuer

Matthias Bungeroth

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Bei der Hausarbeit: Blick in eine studentische Wohngemeinschaft. 
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Bei der Hausarbeit: Blick in eine studentische Wohngemeinschaft. (© dpa)

Bielefeld/Paderborn. Die rund 684.000 Studierenden in Nordrhein-Westfalen müssen immer mehr Geld für ihren Lebensunterhalt aufwenden. Das sagt die Arbeitsgemeinschaft der Studierendenwerke in Nordrhein-Westfalen. Diese legt eine regionale Auswertung der 21. Sozialerhebung des Deutschen Studierendenwerks (DSW) vor. Die Basis dafür bieten Antworten einer Befragung, an der voriges Jahr rund 15.000 Studierende teilgenommen haben. Einbezogen waren auch die Zuständigkeitsbereiche der Studierendenwerke in Bielefeld und Paderborn.

"Die Miete bleibt der größte Ausgabeposten", kommentiert der Bielefelder Dieter Timmermann in seiner Eigenschaft als DSW-Präsident einen wichtigen Aspekt der Erhebung. Danach wenden Studierende in NRW pro Monat durchschnittlich 333 Euro fürs Wohnen auf - der größte Posten ihrer Ausgaben. Timmermann: "In vielen Hochschulstädten wird es für Studierende immer schwieriger, preisgünstigen Wohnraum zu finden, wie ihn die Studierendenwerke in ihren Wohnheimen anbieten." Doch gerade Studierende aus weniger vermögenden Haushalten seien dringend auf diese Wohnheimplätze angewiesen, so der ehemalige Rektor der Universität Bielefeld.

Information
Viele Pendler
  • Rund 38 Prozent der Studierenden in NRW haben ihren Wohnsitz nicht am Ort der Hochschule, so die Befragung. Der bundesweite Wert liegt hier bei lediglich 29 Prozent.
  • 26 Prozent der Studierenden nutzen in NRW mindestens für drei Mittagsmahlzeiten pro Woche eine Mensa. Die Zahl der Stammgäste liegt damit unter dem Bundesschnitt (32).
  • 82 Prozent der NRW-Studierenden haben ihre Hochschulzugangsberechtigung auch in NRW erworben.

Jeder zehnte Studierende in NRW lebt der Befragung zufolge in einem Studierendenwohnheim, jeweils weitere 24 Prozent leben in einer Wohngemeinschaft oder bei den Eltern, 23 Prozent in einer eigenen Wohnung mit Partner und/oder Kind(ern). 18 Prozent leben allein in einer Wohnung.

Studierenden, die alleine wohnen und wirtschaften, stehen in Nordrhein-Westfalen durchschnittlich 944 Euro pro Monat zur Verfügung. Um diesen Betrag erwirtschaften zu können, müssen 72 Prozent der Studierenden neben dem Studium arbeiten gehen - und zwar im Schnitt neun Stunden pro Woche.

Der Zeitaufwand fürs Studium beträgt durchschnittlich 32 Stunden pro Woche, so die Befragung. 15 Stunden davon entfallen auf den Besuch von Lehrveranstaltungen, 17 Stunden aufs Selbststudium und selbstgeleitete Studienaktivitäten. Besonders beliebt sind in NRW die Ingenieurwissenschaften. Sie stellen mit 21 Prozent der Studierenden die größte Fächergruppe, gefolgt von Mathematik/Naturwissenschaften (20 Prozent), Rechts- und Wirtschaftswissenschaften (20) sowie Sprach- und Kulturwissenschaften (19).

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