Todesursache nach Familiendrama geklärt: Dreifache Mutter ist verblutet

Nicole Sielermann

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Tatort: In dieser Erdgeschosswohnung an der Bahnhofstraße wurde das Opfer erstochen. Foto: Thorsten Gödecker - © Thorsten Gödecker
Tatort: In dieser Erdgeschosswohnung an der Bahnhofstraße wurde das Opfer erstochen. Foto: Thorsten Gödecker (© Thorsten Gödecker)

Bad Oeynhausen. Anett J. ist verblutet. Das hat die Obduktion der 35-Jährigen ergeben, wie Staatsanwaltschaft und Polizei Bielefeld gestern bekannt gaben. Der Mutter sollen insgesamt 17 Schnitt- und Stichverletzungen durch ein Messer zugefügt worden sein. Davon waren zwei Stiche tödlich. Als Todesursache stellte die Gerichtsmedizin Verbluten fest. Anett J. arbeitete als Krankenschwester im Herz- und Diabeteszentrum und hinterlässt drei kleine Kinder.

Wie berichtet war am Samstagvormittag eine junge Mutter im Hausflur eines Vierfamilienhauses an der Bahnhofstraße tot aufgefunden worden. Noch am Tatort wurde der 36 Jahre alte Lebensgefährte von J. festgenommen. Inzwischen beantragte die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl gegen den Mann. Das Amtsgericht erließ Haftbefehl wegen dringenden Mordverdachts gegen den 36-Jährigen aus dem Raum Hannover.

Nach den bisherigen Ermittlungen der Mordkommission „Flur" unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Markus Mertens haben mehrere Bewohner des Mehrfamilienhauses die Polizei informiert. Darunter soll, so die Polizei bereits am Montag zur NW, entgegen erster Annahmen nicht der zehnjährige Sohn der Toten gewesen sein. Alle drei Kinder, das jüngste im Babyalter, waren aber im Haus als die Polizei eintraf. Sie werden inzwischen betreut.

Beteiligt ist auch das Jugendamt der Stadt Bad Oeynhausen. Jugendamtsleiter Eckhard Mohrmann macht aber aus verständlichen Gründen keine weiteren Angaben: „Die Intimsphäre und das Wohl der Kinder stehen an erster Stelle. Deshalb werden wir zum jetzigen Zeitpunkt keine Mitteilungen machen", erklärte er.

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