Großeinsatz der Feuerwehr nach Gasunfall in Bad Driburg

Große Teile der Innenstadt waren gesperrt. Probleme beim Absperren der Leitung

David Schellenberg

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Mit einem Erdbohrer wurde die Gasleitung beschädigt. - © David Schellenberg
Mit einem Erdbohrer wurde die Gasleitung beschädigt. (© David Schellenberg)
Ein Mitarbeiter von Wesernetz misst die Gaskonzentration an der Unglücksstelle. - © David Schellenberg
Ein Mitarbeiter von Wesernetz misst die Gaskonzentration an der Unglücksstelle. (© David Schellenberg)

Bad Driburg. Ein Gasunfall hält seit Samstagmittag die Feuerwehr in Bad Driburg im Einsatz. Bauarbeiter hatten unter der Pyrmonter Straße mit einem Erdbohrer eine 150 Millimeter starke Gasleitung angebohrt. Weil der Gasversorger die Unglücksstelle nicht umgehend absperren konnte, mussten zwei Häuser evakuiert und große Teile der Innenstadt für Fußgänger und Autofahrer gesperrt werden. Verletzt wurde aber niemand.

Inzwischen ist die Sperrung wieder aufgehoben worden und der Einsatz beendet.

Fotostrecke: Bad Driburg: Großeinsatz nach Gasunfall

Mehr als 100 Feuerwehrleute der Gesamtwehr Bad Driburg, sowie Spezialkräfte der Feuerwehren Steinheim, Nieheim und Marienmünster waren im Einsatz. Sie gehören zum ABC-Zug Nord des Kreises Höxter. Experten mussten die Methankonzentration in der ganzen Siedlung rings um die Unglücksstelle messen, um eine Gefahr für die Bevölkerung auszuschließen.

Das Unglück ereignete sich nach Angaben des Einsatzleiters Jochen Loke vom Löschzug Bad Driburg gegen 12.25 Uhr. Bauarbeiter waren gerade damit beschäftigt, unter der Durchgangsstraße ein Loch für die Verlegung eines Breitbandkabels zu bohren, als sie unter dem Fußweg die große Gasleitung anbohrten.

Das Problem: Der Gasversorger konnte die Leitung lokal nicht absperren. Eine großräumige Absperrung war aufgrund der großen Rückflussmenge ebenfalls nicht möglich. Deshalb entschieden sich die Experten für eine sofortige Sperrung von Teilen der Innenstadt sowie die Evakuierung zweier direkt angrenzender Häuser. Während einige Bewohner bei Verwandten unterkamen, wurden drei im Rathaus betreut. Die weiteren Anwohner wurden zudem gebeten, als Vorsichtsmaßnahme Fenster und Türen geschlossen zu halten.

In Absprache mit dem Gasversorger, der Einsatzleitung und der Baufirma wurde entschieden, drei größere Löcher rund um die angebohrte Gasleitung zu graben, um sie von dort lokal abzuklemmen. Dies gelang am Nachmittag.

Die Pyrmonter Straße war auch nach Ende des Einsatzes weiter halbseitig gesperrt. Die Polizei nahm vor Ort die Ermittlungen zum Schadenshergang auf.


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