Hubschrauber „Christoph 13“ absolviert 50.000 Einsätze

Christine Panhorst

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Team in Orange: Die Zivilschutzhubschrauber waren 2017 rund 15.500 Mal im Einsatz, „Christoph 13" flog rund 1.400 Einsätze. - © DPA
Team in Orange: Die Zivilschutzhubschrauber waren 2017 rund 15.500 Mal im Einsatz, „Christoph 13" flog rund 1.400 Einsätze. (© DPA)

Bielefeld. Der in Bielefeld stationierte „Christoph 13" ist einer von insgesamt 16 Hubschraubern, die zu Zivilschutzzwecken deutschlandweit unterwegs sind. Heute vor einem Jahr absolvierte er seinen 50.000. Einsatz. Im Luftrettungszentrum in Bielefeld stellte jetzt Christoph Unger, Präsident des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), die Jahresbilanz der „Retter in Orange" vor.

Rund 15.500 Einsätze sind die orangefarbenen Helikopter des Bundes im vergangenen Jahr geflogen, haben mehr als 4.000 Patienten transportiert. Über Ostwestfalen-Lippe bringt das Team um „Christoph 13" in einem Radius von 50 Kilometern um Bielefeld und mit bis zu 234 Stundenkilometern Fluggeschwindigkeit Rettung aus der Luft. Der Bielefelder Helikopter kam im vergangenen Jahr mehr als 1.400 Mal zum Einsatz. An Bord ist stets ein Dreierteam: Ein Notarzt des Klinikums Mitte und ein Notfallsanitäter der Berufsfeuerwehr fliegen mit. Im Cockpit sitzt ein Pilot der Bundespolizei. Denn die Helikopter des Bundes sind nicht nur Rettungshubschrauber, sie sind vor allem auch Ausbildungsinstrumente.

Für die rund 250 Piloten der Bundespolizei seien die Flüge mit den 16 Zivilschutzhubschraubern eine wichtige Trainingseinheit und fester Bestandteil der Pilotenausbildung, erklärte Unger. Sie werden dafür an insgesamt zwölf Standorte in acht Bundesländern entsandt. „Wichtige Flugmanöver, wie zum Beispiel in einer Stadt auf einer Kreuzung zu landen, das kann man nur bei echten Einsätzen üben."
In der Region sei „Christoph 13" seit 1976 eine zuverlässige Größe im Hilfeleistungssystem der Region, sagte Rainer Kleibrink, Amtsleiter der Feuerwehr Bielefeld, die die speziell für Flüge geschulten Notfallassistenten stellt. An Bord müssen diese auch Aufgaben eines Copiloten wie die Navigation übernehmen.

Günstig ist die Rettung aus der Luft nicht: Mit rund 5,5 Millionen Euro schlug die Anschaffung des aktuellen Modells „Christoph 13" 2006 zu Buche. Betriebs-, Wartungs- und Personalkosten summieren sich im Luftrettungszentrum nach Angaben von Feuerwehrchef Kleibrink auf eine Pauschale von circa 103 Euro pro Flugminute. Doch die Einsatzzeiten sind überschaubar: Ein Flug zum oder vom Einsatzort dauere selten mehr als drei bis vier Minuten bei maximal sechs Einsätzen pro Tag, so Unger. 2018 soll die Gesamtflotte um zwei Hubschrauber aufgestockt werden.

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