Neuer Name für Bertelsmann

Lena Vanessa Niewald

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Joachim Höre (v.l., Publikation), Maik Obermüller (Kommunikation) und W. Arndt Bertelsmann (Distribution). - © Foto: S. Jonek
Joachim Höre (v.l., Publikation), Maik Obermüller (Kommunikation) und W. Arndt Bertelsmann (Distribution). (© Foto: S. Jonek)

Bielefeld. Es ist eine fast einzigartige Geschichte, auf die der W. Bertelsmann Verlag zurückblickt. Mehr als 150 Jahre gehört er zu den führenden Wissenschaftsverlagen in ganz Deutschland. Doch mit dem prägnanten Namen ist jetzt Schluss. Seit März heißt das Medien- und Logistikunternehmen wbv Media. Der neue Name ist aber nicht alles – vielmehr ist er nur das neue Aushängeschild.

Dahinter steckt eine jahrelang vorbereitete und ausgetüftelte Umstrukturierung: „Die Zeiten, in denen wir hier nach dem klassischen Verlagsmodell arbeiten, sind definitiv vorbei", sagt W. Arndt Bertelsmann, geschäftsführender Gesellschafter von wbv Media. Jetzt soll ein anderer Wind wehen: wbv Media versteht sich mehr als Dienstleister statt nur noch als reiner Verleger.
Der Namenswechsel lag deshalb für Bertelsmann auf der Hand.

„Der Begriff Verlag sollte verschwinden. Er steht einfach nicht mehr für das, was wir hier machen." Aber auch sein Name musste aus der Firmierung weichen. Ständig hätten seine Mitarbeiter und er erklären müssen, dass es sich um ein unabhängiges Unternehmen handelt, das nichts mit dem Gütersloher Bertelsmann-Konzern zu tun habe. „Ich hoffe, dass sich das mit dem Namenswechsel dann jetzt endlich erledigt hat", sagt Bertelsmann zuversichtlich.

In der Geschäftsführung hat er schon im vergangenen Jahr Unterstützung von den langjährigen Führungskräften Joachim Höper und Maik Obermüller bekommen. Jeder von ihnen übernimmt in der neuen Struktur des Bielefelder Unternehmens einen der Geschäftsbereiche. Bertelsmann die Distribution, Höper die Publikation und Obermüller die Kommunikation.
In allen drei Bereichen soll der persönliche Austausch mit dem Auftraggeber an erster Stelle stehen.

„Wir kennen die Strukturen unserer Auftraggeber und können sie deshalb optimal beraten", sagt Obermüller. Es gehe nicht mehr nur darum, Wissenschafts- und Fachliteratur zu verlegen, sondern die öffentlichen Auftraggeber gänzlich strategisch zu beraten: von der Auswahl des Publikationsformats bis hin zur Bereitstellung und Versendung der Medien.

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