Stolze 2,35 Meter: Angler zieht riesigen Wels aus dem Sandforther See

Rolf Uhlemeier

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Kapitaler Fang: Tobias Hassenewerd hat diesen Wels im Sandforther See gefangen. - © Haller Sportfischer
Kapitaler Fang: Tobias Hassenewerd hat diesen Wels im Sandforther See gefangen. (© Haller Sportfischer)

Halle. Sieht man einmal von ihrem Wappen ab, bekommen die Mitglieder des 1. Haller Sportfischervereins einen Wels nur sehr selten zu Gesicht. Der nächtliche Räuber ist scheu und verbirgt sich zumeist in tiefen Regionen des Sandforther Sees. Gefangen wird er nur selten und große Exemplare sind ganz besonders vorsichtig.

Tobias Hassenewerd ist jetzt ein außergewöhnlich großes Exemplar an den Haken gegangen: 2,35 Meter misst der auch "Waller" genannte Fisch, den der gebürtige Bielefelder am vergangenen Freitag in Sandforth gefangen hat.

Das bedeutet Vereinsrekord für die Haller Sportfischer. Mehr als eine Stunde kämpfte Tobias Hassenewerd mit dem stattlichen Raubfisch und konnte ihn am Ende mit der Unterstützung von zwei Vereinskameraden und dem Einsatz eines Bootes landen.

Ein Bündel selbst ausgegrabener Tauwürmer als Köder

Als Köder benutzte der 34-Jährige ein Bündel von gut einem Dutzend Tauwürmern, die er nicht etwa im Angelladen gekauft, sondern selbst ausgegraben hatte. Der Biss des größten Raubfisches in heimischen Gewässern erfolgte mit Einbruch der Dunkelheit um 21 Uhr. Für Tobias Hassenewerd, der im Alter von acht Jahren mit dem Angeln begann und zwei Jahre später erstmals allein fischen durfte, ist es der mit Abstand kapitalste Fang seines Anglerlebens.

Kurz vor der Landung: Der Rekordwels des Haller Vereins im flachen Uferbereich. - © Haller Sportfischer
Kurz vor der Landung: Der Rekordwels des Haller Vereins im flachen Uferbereich. (© Haller Sportfischer)

Seit 2012 ist er Mitglied im Haller Verein und erlebte nach eigenen Angaben einige Sternstunden an den insgesamt fünf Gewässern des Vereins. Dabei steht für Tobias Hassenewerd neben dem Angeln auch das Naturerlebnis im Mittelpunkt: Haubentaucher mit ihrer Brut und schillernde Eisvögel zu beobachten sowie am See der Geschäftigkeit des Alltags zu entfliehen.

Der Rekordfang von Tobias Hassenewerd wird sich in Anglerkreisen laut Manuel Szykowny, dem Vorsitzenden des Haller Vereins, schnell herumsprechen und es werden wohl einige versuchen, einen ähnlich kapitalen Fang im Sandforther See zu landen. Das Gewässer wurde seiner Zeit mit mehreren Welsen besetzt, weil der Raubfisch Bestandteil des Vereinswappens ist. Spätestens seit dem Fang von Tobias Hassenewerd führt der Verein den Waller zu Recht im Emblem.

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