Bundesweite Razzia gegen Internethetze: Wohnung in Paderborn durchsucht

Viktoria Bartsch

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Beleidigungen oder Hassrede sollte man als Nutzer direkt melden - © dpa-tmn
Beleidigungen oder Hassrede sollte man als Nutzer direkt melden (© dpa-tmn)

Paderborn. Seit Donnerstagmorgen geht die Polizei in einer bundesweiten Razzia gegen Internethetze und Hass-Kommentare vor. Wie Radio Hochstift zuerst berichtet, wurde im Zuge dessen auch eine Wohnung am Paderborner Tegelweg durchsucht.

Dem Mann wird vorgeworfen, strafbare Hasskommentare online veröffentlicht zu haben. Darunter fallen etwa antisemitische Beschimpfungen, fremdenfeindliche Volksverhetzungen, aber auch öffentliche Aufforderungen zu Straftaten. In Paderborn stellten die Beamten einen Computer und mehrere Handys sicher, wie die Polizei Bielefeld auf Nachfrage von nw.de bestätigte. Bei der Durchsuchung der Wohnung entdeckten die Beamten auch eine Gaspistole und eine kleine Hanfplantage. Gegen den 35-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen Beleidigung und Volksverhetzung eingeleitet. Möglicherweise kommt eine Freiheitsstrafe zwischen drei Monaten und fünf Jahren auf ihn zu.

Weitere Wohnungen in OWL standen nicht im Visier der Ermittler, so die Polizei. Die Durchsuchung in Paderborn fand im Zuge des dritten bundesweiten Aktionstages gegen Hasspostings statt. Dieser wird vom Bundeskriminalamt koordiniert. Seit Donnerstagmorgen 6 Uhr sind Polizeidienststellen, unter anderem in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen, im Einsatz und führen Wohnungsdurchsuchungen, Vernehmungen und weitere Maßnahmen gegen insgesamt 29 Beschuldigte durch.

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