Toter und Verletzte bei Brand in Gütersloher Obdachlosenheim

Andreas Eickhoff

Nächtlicher Einsatz: Der Notruf kam gegen 0.25 Uhr vom nahe gelegenen Niehorster Schützenplatz. - © Andreas Eickhoff
Nächtlicher Einsatz: Der Notruf kam gegen 0.25 Uhr vom nahe gelegenen Niehorster Schützenplatz. (© Andreas Eickhoff)

Gütersloh. Ein Zimmerbrand in der städtischen Asylunterkunft an der Brockhäger Straße in Gütersloh-Niehorst hat in der Nacht zu Sonntag ein Todesopfer gefordert. Die übrigen zwölf Bewohner mussten von der Feuerwehr aus dem Haus gerettet werden.

Nach der ersten Behandlung vor Ort und einer ersten Unterbringung in einem angeforderten Bus der Stadtwerke Gütersloh, wurden zehn verletzte Menschen in umliegende Krankenhäuser transportiert.

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Gegen 0.25 Uhr erreichte der erste Notruf vom benachbarten Schützenplatz, wo die Niehorster Schützen am Wochenende ihr Schützenfest feiern, die Kreisleitstelle der Feuerwehr. Sofort wurde die Berufsfeuerwehr in Marsch gesetzt, ferner der Löschzug Isselhorst alarmiert. Kurze Zeit später wurde auch für den Löschzug Gütersloh Großalarm ausgelöst.

„Bei unserem Eintreffen haben wir eine starke Verqualmung festgestellt, vier Feuerwehrleute sind unter Atemschutz sofort zur Erkundung in das Haus gegangen, berichtete Einsatzleiter Jan Milchers. Weitere sechs Feuerwehrleute des Löschzuges Isselhorst unterstützten in der
Anfangsphase die Rettungsarbeiten unter Atemschutz.

Während zwei Feuerwehrleute den Brand löschten und dann die schlimme Entdeckung machten, führten die übrigen Feuerwehrleute die teils stark alkoholisierten Männer ins Freie. Aufgrund der hohen Anzahl der Betroffenen wurde der Patiententransportzug 10 nach dem Konzept Massenanfall von Verletzten (ManV), der Leitende Notarzt sowie der Organisationsleiter Rettungsdienst alarmiert.

Das betroffene Zimmer wurde von der Polizei für weitere Untersuchungen beschlagnahmt. Die Ermittlungen zur Brandursache und zur Schadenshöhe dauern an. Nach MItteilung der Polizei steht die genaue Brandursache nicht fest, allerdings gebe es keine Anzeichen auf eine vorsätzliche Brandlegung.

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