Dax vor Fed-Aussagen weiter erholt

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DAX-Logo - © Foto: Fredrik von Erichsen
Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX). (© Foto: Fredrik von Erichsen)

Frankfurt/Main - Der deutsche Aktienmarkt hat sich vor neuen Aussagen der US-Notenbank zur Geld- und Zinspolitik weiter erholt. Zudem stützten insgesamt positiv ausgefallene Quartalsberichte, hieß es.

Nachdem der Dax am späten Vormittag allerdings noch bis auf 12 341 Zähler geklettert war, ging er letztlich mit einem Plus von 0,33 Prozent auf 12 305,11 Punkte aus dem Handel. Tags zuvor hatte er nach seiner jüngsten Talfahrt bereits ein Plus von knapp einem halben Prozent erzielt.

Für den MDax ging es zur Wochenmitte mit plus 1,23 Prozent auf 24 927,55 Punkte deutlicher nach oben, was nicht zuletzt an hohen Kursgewinnen des Rechtsnachfolgers der Metro, Ceconomy, und des Staplerherstellers Kion lag. Der Technologiewerte-Index TecDax rückte um 0,80 Prozent vor auf 2278,33 Zähler.

Europaweit wurden ebenfalls Gewinne verzeichnet, etwa in Paris und London. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss mit plus 0,51 Prozent bei 3491,19 Punkten. Rekorde verzeichneten zudem alle vier wichtigen Indizes in den USA: der Dow Jones Industrial, der S&P 500 und die Nasdaq-Börsen.

Die Aktien der Commerzbank waren erneut Favorit im Dax und legten nach einem Plus von rund 2,5 Prozent am Vortag nun um weitere 2,73 Prozent zu. Eine Stimmrechtsmitteilung verlieh den Aktien einen neuen Schub. Der Finanzinvestor Cerberus hält nun demzufolge rund 5 Prozent der Stimmrechte an dem Finanzinstitut.

Die Vorzugsaktien von Volkswagen belegten mit plus 1,90 Prozent den zweiten Platz und erholten sich damit etwas von ihren jüngsten Verlusten. Die Daimler-Anteile konnten indes ihre moderaten Aufschläge vom Vormittag nicht halten und schloss mit einem weiteren Abschlag von diesmal 0,75 Prozent. Zwar sei der Autobauer den Erwartungen an das zweite Quartal gerecht geworden, doch liege der Fokus immer noch auf den Kartellvorwürfen und der Diesel-Problematik, hieß es am Markt.

Der europäische Autosektor insgesamt präsentierte sich mit einem Plus von 0,63 Prozent freundlich, was auch an starken Quartalszahlen des französischen Herstellers und Opel-Käufers PSA lag. Sehr schwach am Dax-Ende zeigten sich indes die Aktien des Pharma- und Chemiekonzerns Merck KGaA mit minus 3,35 Prozent.

Auf ein Rekordhoch von 73,75 Euro stiegen dagegen im MDax die Aktien von Kion nach guten Ergebnissen im zweiten Quartal. Sie gingen mit plus 7,35 Prozent auf 73,43 Euro aus dem Handel. Im Geschäft mit Gabelstaplern verbessere sich die Lage von Quartal zu Quartal, kommentierte Analyst Alexander Hauenstein von der DZ Bank.

Der aus der Aufspaltung des Handelskonzerns Metro hervorgegangene Elektronikhändler Ceconomy expandiert mit einer Übernahme in Frankreich. Der Rechtsnachfolger der Metro steigt beim französischen Konkurrenten Fnac Darty ein. Als zweitstärkster Wert im Index der mittelgroßen Werte verteuerten sich die Ceconomy-Papiere um 7,13 Prozent.

Die Anteilsscheine des Spezialanlagenbauers Aixtron setzten ihre Erholungsrally im TecDax mit einem Plus von 6,25 Prozent fort. Am Vortag hatte der LED- und Chipindustrie-Ausrüster die Anleger mit einem optimistischeren Geschäftsausblick überzeugt. Aktien von Telefónica Deutschland schlossen nach vorgelegten und laut Analysten soliden Quartalszahlen mit plus 0,04 Prozent fast unverändert.

Am Rentenmarkt legte die Umlaufrendite von 0,28 Prozent am Vortag auf 0,31 Prozent zu. Der Rentenindex Rex sank um 0,18 Prozent auf 140,67 Punkte. Der Bund Future gewann 0,08 Prozent auf 161,75 Punkte. Der Euro wurde zuletzt mit 1,1634 US-Dollar gehandelt und war damit weniger wert als am Vortag. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1644 (Dienstag: 1,1694) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8588 (0,8551) Euro.

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