Reederei-Riese Maersk kündigt Sparmaßnahmen an

veröffentlicht

  1. Schlagwörter:
  2. Schifffahrt
  3. Dänemark
Containerschiff - © Foto: Daniel Reinhardt
Das Containerschiff Marchen Maersk im Hamburger Hafen. (© Foto: Daniel Reinhardt)

Kopenhagen - Der weltgrößte Schifffahrtskonzern Maersk hat nach einem enttäuschenden ersten Quartal umgehend Sparmaßnahmen angekündigt.

«Unser Ergebnis vor allem in der Ozean-Sparte (Containerfracht und Hafenterminals) war ungenügend», erklärte Unternehmenschef Søren Skou. Unter dem Strich fuhr Maersk zwar einen Gewinn von 2,75 Milliarden US-Dollar (derzeit rund 2,3 Milliarden Euro) ein. Dieser wurde aber stark vom Verkauf der Öl-Sparte beeinflusst. Alle Verkäufe rausgerechnet stieg der Verlust deutlich auf 239 Millionen US-Dollar.

Links zum Thema

«Angesichts der aktuell schwierigen Marktbedingungen werden wir eine Reihe kurzfristiger Initiativen zur Verbesserung der Profitabilität starten», kündigte Skou an.

Der Umsatz des dänischen Reederei-Riesen wuchs im ersten Quartal um 30 Prozent auf rund 9,25 Milliarden Dollar. Zwei Drittel der Steigerung machte die Übernahme der Reederei Hamburg Süd aus. Der Verkauf der Öl-Sparte spülte 2,6 Milliarden Dollar in die Kassen. Maersk will sich von einem Öl- und Reedereigiganten mehr zu einem zu einem Transport- und Logistikunternehmen entwickeln.

In der Ozean-Sparte hätten sich hohe Bunkerkosten und Währungseffekte auf das Ergebnis ausgewirkt, erklärte Maersk. Seine Prognose für das Geschäftsjahr 2018 bestätigte der Reederei-Gigant trotzdem. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll von zuletzt 3,5 auf 4 bis 5 Milliarden Euro steigen.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2018
Copyright © dpa - Deutsche Presseagentur 2018
Texte und Fotos von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.