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24.06.2010
Mobile Redaktion
Bad Salzufler schätzen das Sommer-Ambiente und wollen Wasserspiele bis 22 Uhr
VON MARTIN HOSTERT UND MARTINA KARACZKO

Wünschen sich mehr Pflanzen: Friedhelm und Inge Kracht finden, dass der Konzerthallenvorplatz zu karg geraten ist. LZ-Redakteur Martin Hostert notiert die Meinung. | Foto: Gerstendorf-Welle

Das sommerliche Ambiente der Kurstadt war Thema der mobilen Redaktion der LZ. Die meisten Gäste nutzten die Gelegenheit, ihre Meinung zum Wasserspiel zu äußern. Tenor: Es soll bis 22 Uhr sprudeln.

Bad Salzuflen. Wie berichtet, schaltet das Staatsbad die Düsen um kurz nach 20 Uhr aus – Hoteliers hatten sich wegen des Lärms durch Besucher später am Abend, wenn die Kasse geschlossen ist, beschwert.

Auch Gäste der mobilen Redaktion beklagen die Lärmbelästigung und warten gleich mit Lösungsvorschlägen auf. Erika Räuber hätte gern, dass die Wasserspiele bis 22 Uhr an sind, meint aber, es müsse eine Aufsicht her. "Das könnte ja ehrenamtlich geschehen", sagt sie, die Anlage habe ja viel gekostet. Manche Familien benutzten ihrer Beobachtung nach das Wasserspiel als Waschstelle. Helga Steinmeyer stimmt zu, sie wünscht sich gar einen Wachschutz, der das neue Kleinod beschützt. Dies sei am Ende möglicherweise billiger, als den Brunnen wieder instand zu setzen, wenn ihm durch unsachgemäße Benutzung etwas geschähe. "So etwas Schönes", schwärmt sie von den abendlichen Eindrücke in den ersten längeren Düsen-Tagen.
Für Horst Maibach ist der Konzerthallenvorplatz eine Ruhezone, in der er gern seine Freizeit verbringen würde, jedoch fühle er sich von der übermäßigen Nutzung durch Kinder gestört, besonders, nachdem die Kurparkkasse schließe. Er schlägt vor, dass der Einlass über eine Chipkarte erfolgt. Friedhelm und Inge Kracht vermissen dort mehr Grün, das Ganze wirke "wie der Platz des himmlischen Friedens" in Peking. Zudem regen sie an, auch eine Halbjahreskarte für den Kurpark einzuführen.

Aber nicht nur das Wasserspiel ist Thema. Gerhard Brinkmann meint, es fehle ein schöner Spielplatz in der Innenstadt. "Und zwar ein kostenloser." Er würde stundenweise Aufsicht führen. Empört habe ihn, dass die Kirmes auf dem Salzhof nicht erlaubt worden sei, sie hätte ein breiteres Publikum angesprochen.

Christa Görtz kann ihr rheinisches Temperament prima ausleben. Sie und ihr Mann Herbert nutzen das Sommerangebot in der Stadt rege, so wie jetzt, wenn sie mit dem E-Mobil ihre Runde drehen und dann auf einen Kaffee in die Fußgängerzone verweilen. "Wir besuchen Konzerte, gehen schwimmen und sind sehr zufrieden."
Zu schätzen wissen das Angebot auch Dieter und Eva Stoppel, die "von Tag zu Tag zufriedener" sind. Gertraud und Rolf Marwede verbringen ihre Zeit gern im Kurpark, sehen jedoch die Qualität schwinden. "Ich habe den Eindruck, die Verwaltung setzt weniger Personal ein", vermutet Rolf Marwede. Die Pflege der Pflanzen vor allem außerhalb des Kurparks habe aus seiner Sicht in den vergangenen Jahren nachgelassen und die Bänke im Kurpark würden nicht mehr gereinigt. Das sei bedauerlich. "Man hört das auch von Gästen Salzuflens, das schadet dem Stadtbild."



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