Es ist ein enger und dunkler Aufstieg in den Kopf des Hermannsdenkmals. Doch 15 LZ Leser, die im Rahmen der Aktion "LZ öffnet Türen" für diesen Besuch ausgelost wurden, haben sich nicht entmutigen lassen.
Detmold. "Am Ende sind die Eisenröhre nur noch schulterbreit und es gibt keine Leiter mehr, sondern nur noch Haken in den Wänden. Mit diesem Aufsteig hat die LZ meinen Kindertraum erfüllt", sagt Reinhard Kunz aus Bad Salzuflen, der aus den mehr als 400 Bewerbern für den außergewöhnlichen LZ-Besuch im Kopf des Hermannsdenkmals ausgelost worden war. Am Ausgang der Röhre im Hermannskopf angekommen, konnten die Teilnehmer mit dem ausgestreckten Arm die Wölbungen der Augen erreichen und aus den faustgroßen Nasenlöchern blicken. Unbeschreiblich. Im vergangenen Jahr habe ich meinem Sohn Hermann auf die Welt gebracht und in diesem Jahr habe den Hermann bestiegen – besser geht es nicht", freut sich Stefanie Biere aus Detmold. Angst? "Nein! Wir waren abgesichert durch die Mitarbeiter des Kletterparks", sagt Christine Rebbe (32) aus Lage.
Aufgrund der hohen Sicherheitsvorkehrungen verzögerte sich die Kletterpartie im Hermann etwas, doch die Wartezeit sorgte nicht für schlechte Stimmung. "Die Sicherheit steht an erster Stelle. Wir öffnen diese Tür ganz exklusiv für die LZ Leser, damit sie 42 Meter über Lippe einen besonderen Blick aus dem Kopf des Hermann wagen können", so Hans-Jürgen Schalski, zuständiger Bauleiter fürs Hermannsdenkmal vom Landesverband Lippe. Zu Beginn des Nachmittags hatte Schalski die Gäste empfangen. Nach einer Besichtigung des historischen Pavillons ging es zur Bandelhütte: "Hier wohnte Ernst von Bandel, der Schöpfer des Hermannsdenkmals von 1872 bis 1876", erklärte Schalski, bevor es dann zur Kopfbesteigung ging. "Ich muss passen", sagt Schalski.
Dafür wollten alle anderen dem Hermann zu Kopf steigen. Und nach dem Abstieg gab es nur lachende Gesichter. "Danke! Diesen tollen Nachmittag werde ich nie vergessen", so Kathrin Pieper aus Lemgo. Super. Ein anderer Besucher: "Einfach toll. Ich wollte schon immer da hoch. Ab heute ist es zwischen mir und Hermann keine kopflose Liebe mehr."