LZ-Leser blicken hinter die Kulissen der Augustdorfer Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne
Es ist ein enger Einstieg in den Kampfpanzer Leopard 2. Doch 30 LZ-Leser, die im Rahmen der Aktion "LZ öffnet Türen" für den Besuch in der Kaserne ausgelost wurden, haben sich davon nicht entmutigen lassen.
Augustdorf. "Es wird doch sehr ungemütlich im Leopard, aber so eine Gelegenheit wollte ich mir nicht entgehen lassen", sagt Dieter Slieper aus Lemgo, der aus den rund 200 Bewerbern für den LZ-Besuch in der Augustdorfer Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne ausgelost worden war.
Gleich nebenan steigt Adelheid Samtleben aus Lage in einen Schützenpanzer Marder 1 A3 . "Es ist schon sehr eng und bedrückend, wenn man weiß, dass unsere Soldaten genau in solchen Fahrzeugen im Ausland beschossen oder gar getötet werden", sagt die Lagenserin. Aber sie finde es sehr gut, dass die LZ und die Bundeswehr den Bürgern die Möglichkeit gäben, solche Fahrzeuge zu besichtigen. Doch die Gruppe konnte nicht nur den Leopard 2 und den Schützenpanzer, sondern auch die Panzerhaubitze 2000, den Minenwerfer Skorpion, einen Pionierpanzer und mehrere Handfeuerwaffen unter die Lupe nehmen. "Es ist prima, dass wir heute alles sehen können. Die Soldaten sind freundlich und Dank an die LZ für solch ein Geschenk", freute sich Friedrich Voß aus Leopoldshöhe, der gemeinsam mit der Gruppe seinen 66. Geburtstag feierte. Von der Bundeswehr gab’s eine Flasche Weißwein und einen Bildband.
Zu Beginn des Nachmittags hatte Hauptmann Udo Hagedorn, Presseoffizier der Panzerbrigade 21 "Lipperland", die Gäste empfangen. Nach einer Kasernenrundfahrt im Bus ging’s für die Teilnehmer zur "Statischen Waffenschau" mit zahlreichen Großgeräten. "Die Panzer sind ja riesig. Mich interessiert die Panzer-Waschstraße und wie viel Wasser da verbraucht wird", so Tatjana Rumjanzewa aus Augustdorf. Nach einem Mittagessen mit den Soldaten in der Truppenküche wurden die Teilnehmern von der Feldjägern erwartet. "Ich finde es sehr interessant hier, was die Soldaten heute alles können ", sagt Klaus Köstadt aus Lemgo, der vor 50 Jahren in Augustdorf gedient hat. Es sei immer wieder ein gutes Gefühl, wenn er in der Kaserne sei, fügt der 72-Jährige hinzu. Auch Hannelore Bartel aus Hiddesen, die gemeinsam mit Ehemann Frank den "Kasernenbesuch" nicht verpassen wollte, ist begeistert von den Feldjägern. "Das sind wirklich tolle Jungs. Nur schade, dass die Hunde nicht dabei sind." Abschließend stand eine Führung durch die Militärgeschichtliche Sammlung auf dem Programm.
"Es ist schön nach über 40 Jahren wieder hier zu sein. An der Toreinfahrt hatte ich eine Gänsehaut", sagt der LZ-Leser Berthold Begemann, der in Augustdorf stationiert war und jetzt in Spenge wohnt.