Mittwoch, 30.07.2014
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09.04.2010
Von der Nachricht zur gedruckten Zeitung
Die Lippische Landes-Zeitung bietet Führungen durch das Medien Centrum Giesdorf
VON MARTINA KARACZKO

Neueste Technik | FOTO: KARACZKO

Detmold. Der Kaffee dampft, das Brötchen krümelt, und die Zeitung raschelt. Morgens, 7 Uhr, in Deutschland. Das Frühstück und die druckfrische Zeitung gehören für Viele zum Tagesbeginn.

Doch wie kommt die Lippische Landes-Zeitung auf den Frühstückstisch? Wer sich diese Frage stellt, bekommt freitags eine Antwort. Die Lippische Landes-Zeitung bietet den Lesern an, an einer Führung durch den Verlag teilzunehmen. Und das wird rege genutzt.

Christian Zaleski zum Beispiel kennt sich gut aus bei der LZ. Er führt regelmäßig Leser durchs Haus und beginnt seinen Weg am Newsdesk.
Hier ist die Nachrichtenzentrale, in der alle Fotos und Berichte aus den Redaktionen zusammenlaufen. Ein Team von Editoren gestaltet die Seiten und überprüft die Qualitätskriterien. Hier können die Besucher auf einem großen Bildschirm bereits während der Führung sehen, was am Samstag in der Zeitung stehen wird. Von hier aus werden die Daten per Computer in die Druckerei übermittelt. Das ist die nächste Station.

Christian Zaleski und seine Gäste müssen diesen Weg allerdings zu Fuß zurücklegen. "Jetzt wird es Zeit, die Kopfhörer aufzusetzen", erklärt er. Das schützt vor dem Lärm, der in der Druckerei herrscht. Damit trotzdem jeder hören kann, was Christian Zaleski erklärt, spricht er in ein Mikrofon, das per Funk mit den Kopfhörern verbunden ist. "Hier werden die Druckplatten hergestellt", erfahren die Leser. Vier Platten sind es, in den Farben Gelb, Cyan, Magenta und Schwarz.

Dann steht die Gruppe vor der riesigen Druckmaschine, in der das, was zuvor am Bildschirm am Newsdesk zu sehen war, von den Druckplatten aufs Papier kommt. Gegenüber sehen die Besucher das Papierlager, in dem riesige Papierrollen auf Verwendung warten. Kilometerlange Bahnen, Tonnen an Gewicht. Die Papierbahnen werden in die Maschine eingespannt, durchlaufen die vier "Farbtöpfe" und werden mit den neuesten Nachrichten bedruckt und dank raffinierter Technik direkt im Anschluss geschnitten und gefaltet.

Die Rotation ist die nächste Station der Führung. Die fertigen Zeitungen kommen auf ein Fließband, das sie in Sekundenschnelle und über verschlungene Wege in die Packerei befördert. Diese schnellen Fließbänder kennen viele aus Filmen, wenn der Protagonist zum Beispiel ruft: "Haltet die Maschinen an! Ich habe die wahre Story!" Das ist in Wirklichkeit natürlich nicht so einfach. In der Packerei warten die Mitarbeiter bereits, um beispielsweise Prospekte in die Zeitungen einzulegen und die Zeitungen abzupacken.

Hier herrscht in den Abendstunden emsiges Treiben. Viel Zeit bleibt nämlich nicht, denn draußen warten schon die Kollegen, die die geschnürten Zeitungspakete zu Sammelstellen transportieren. Dann fehlt nur noch ein Arbeitsschritt bis zum Feierabend: Hunderte von Zeitungsboten schwärmen mit den druckfrischen Zeitungen aus, um sie den Lesern in den Briefkasten zu legen. Und bis sie dann auf den Frühstückstisch darf, kann die Druckerschwärze noch ein wenig trocknen.



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Anmelden können sich Gruppen von ca. 15 bis maximal 30 Personen. Dies können Sportvereine, Schulklassen oder einfach nur eine Gruppe von Bekannten sein. Die Führungen finden immer freitags um 19.00 Uhr statt.

Bitte melden Sie sich über unser Formular an. Da viele Termine schon weit im Voraus vergeben sind, melden wir uns zeitnah nach der Anmeldung bei Ihnen, um Ihren Wunschtermin abzustimmen.

Kontakt: Alexandra Schmidt (Marketing), aschmidt@lz.de, Tel. 05231 911-107.