Sanierung der Christuskirche in Detmold

Jost Wolf

  • 0
  1. Schlagwörter:
  2. Detmold
  3. Christuskirche
Verankerung: Hier fehlt ein Tuffstein der Verkleidung des Mauerwerks. Architektin Dr. Manuela Kramp und Bautechniker Dirk Knapheide begutachten die rote Ziegelmauer, die unter dem Mörtel zu erkennen ist. In ihr müssen die Edelstahl-Anker (links im Bild) verschraubt werden, die dann in der Fuge unter den Tuffsteinen sitzen und deren Kippen nach vorne verhindern. Benötigt werden bis zu drei Anker pro Quadratmeter. - © Jost Wolf Lose: Architektin Dr. Manuela Kramp zeigt, wie marode das Kirchendach ist. Die Schieferschindel sitzen alle locker, weil ihre Befestigungsnägel weggerostet sind. Teilweise ist auch die Dachpappe darunter beschädigt, so dass Wasser direkt auf das Holz läuft, auf das die Schindeln genagelt werden. - © Jost Wolf Bohrung geplant: Architektin Dr. Manuela Kramp zeigt auf einen Riss, der sich durch das Mauerwerk zieht. Weil das an beiden Seiten des Gebäudes der Fall ist, soll einmal komplett durch die Kirchenmauer gebohrt werden, um dann eine 3 Zentimeter dicke Stange einschieben zu können, die dann an beiden Seiten auf einer Kopfplatte verschraubt wird. So sollen beide Mauerseiten zusammen zu gehalten werden. - © Jost Wolf Nutzlos: Auf der Kante war ein Taubenschutz montiert, der offenbar wenig erfolgreich war. Auf dem Sims liegt viel Nistmaterial. Nach der Sanierung soll der Bereich mit einem Netz verschlossen werden. Die Holztüren im Turm werden nicht gestrichen, um Geld zu sparen. An sie kommt man später von innen auch ohne Gerüst. - © Jost Wolf Alte Reparatur: Auch an dieser Stelle möchte Bautechniker Dieter Knappheide statt der Antragung aus Reparaturmörtel eine Vierung einbauen, also ein Ersatzstück aus neuem Sandstein. Im Hintergrund schauen Kirchenvorstandsvorsitzender Lothar Teckemeyer und Architektin Dr. Manuela Kramp zu. - © Jost Wolf Abschälung: Unterhalb der Ornamentkante aus hartem Sandstein bröselt die Mauerverkleidung aus weichem Tuffstein an der Oberfläche ab. Regenwasser und Frost haben an der Wetterseite des Turms ganze Arbeit geleistet. Bautechniker Dieter Knapheide zeigt auf die betroffenen Bereiche. - © Jost Wolf Falsche Wahl: Bei einer damaligen Sanierung hatte man sich entschieden, diesen Schaden an der Westseite des Turms mit einer Antragung aus Reparaturmörtel zu reparieren. An der Wetterseite entstanden durch Regenwasser und Frost aber wieder schmale Risse. Bautechniker Dieter Knapheide schlägt vor, die Stelle diesmal mit Hilfe einer Vierung, also einem eingesetzten Stück Sandstein, zu reparieren. - © Jost Wolf Ersatz geplant: Hier fehlt eine der herausstehenden Ablaufrinnen, die an den anderen Ecken vorhanden sind. (von links) Bautechniker Dieter Knapheide, Kirchenvorstandsvorsitzender Lothar Teckemeyer und Architektin Dr. Manuela Kramp begutachten den alten Schaden. - © Jost Wolf Alte Schäden: Unten sind alte Abbrüche an der Fiale zu sehen, weiter oben ist früher schon mal eine Beschädigung mit einem quadratischen Stück aus neuem Sandstein repariert worden. Steinmetze nennen diese Reparaturmethode Vierung. Kleinere Abbrüche werden in der Regel nur mit Reparaturmörtel geflickt. Links sind die Holzbretter zu sehen, auf die erst Dachpappe und dann die neuen Schieferschindeln aufgenagelt werden. - © Jost Wolf Bei der Arbeit: Steinmetz Jan Dietrich stemmt die Fugen aus. Später werden sie mit speziellem weichem Kalkmörtel neu verfugt. - © Jost Wolf Begutachtung: (von links) Kirchenvorstandsvorsitzender Lothar Teckemeyer, Architektin Dr. Manuela Kramp und Bautechniker Dieter Knapheide besprechen das weitere Vorgehen. Der obere Teil der Fiale mit den dreieckigen Ornamenten ist aus massivem Sandstein, der untere Teil, auf den der Bautechniker zeigt, besteht aus einem Ziegelmauerwerk, dass nur mit Tuffstein verkleidet ist. Diese Verkleidung muss mit Edelstahlankern wieder befestigt werden. - © Jost Wolf Viel zu tun: Links sind die Fugen zwischen den Steinen schon freigelegt. Der Blick nach unten zum Dachansatz zeigt, dass die Bleikante nicht mehr richtig abdichtet. Hier kann Wasser eindringen. - © Jost Wolf Kunst oder Proviant? Eine Banane wartet an der Gerüststange auf ihre Bestimmung. Unten ist das alte Postgebäude zu sehen. - © Jost Wolf Hoch hinaus: Das Gerüst am Turm der Christuskirche bietet einen einmaligen Blick auf die Detmolder Innenstadt. - © Jost Wolf Alte Schäden: (von links) Bautechniker Dieter Knapheide, Architektin Dr. Manuela Kramp und Kirchvorstandsvorsitzender Lothar Teckemeyer schauen sich eine Fiale des Hauptturms an. Im Sandstein unterhalb der Kreuzblume ist eine Riss bei einer früheren Sanierung nicht fachgerecht mit Epoxidharz verschlossen worden. Der wird nun mineralisch verschlossen und zusätzlich vernadelt. Das heißt mit einer Bohrung und einem Edelstahlstift werden beide Seiten des gerissenen Steins ähnlich wie bei einem menschlichen Knochenbruch fixiert. - © Jost Wolf

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2019
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

0 Kommentare
0 Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem gültigen LZ-Plus-Zugang möglich. Jetzt testen!